08 May 2026, 10:06

RWE baut Solarenergie im rheinischen Revier mit 86,5 Megawatt aus

Luftaufnahme eines großen Gebäudes mit Solarmodulen auf dem Dach, umgeben von Fahrzeugen, Bäumen, Gras und Masten, vor Bergen und einem klaren blauen Himmel, identifiziert als Deutschlands erste solarbetriebene Fabrik.

RWE baut Solarenergie im rheinischen Revier mit 86,5 Megawatt aus

RWE stellt Pläne für Ausbau der Solarenergie im rheinischen Braunkohlerevier vor

RWE hat Pläne zum Ausbau seiner Solarprojekte im rheinischen Braunkohlerevier von Nordrhein-Westfalen bekannt gegeben. Bis Ende des Jahres will das Unternehmen mehrere neue Solarparks mit einer kombinierten Leistung von 86,5 Megawatt errichten. Die Anlagen entstehen auf rekultivierten Flächen in der Nähe des ehemaligen Tagebaus Garzweiler.

Der Schritt ist Teil von RWEs Bestrebungen, in der Region mindestens 500 Megawatt neue Solar- und Windenergie zu entwickeln. In der Nähe läuft bereits eine Pilotanlage, die Agrar-Photovoltaik testet – ein Konzept, bei dem Landwirtschaft und Stromerzeugung dieselbe Fläche nutzen.

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Die neuen Solarparks entstehen östlich und westlich der Autobahn A44n zwischen Bedburg und Jüchen. RWE wird die bestehenden Netzanschlüsse des Tagebaus Garzweiler nutzen, um die Anlagen anzubinden und so die Umsetzung zu beschleunigen. Derzeit betreibt das Unternehmen sieben Solarparks in der Region, von denen vier über Batteriespeicher für ein besseres Energiemanagement verfügen.

Zudem konzentriert sich RWE künftig auf Standorte entlang von Autobahnen. Diese Flächen ermöglichen schnellere Genehmigungsverfahren und stoßen auf weniger Widerstand in der lokalen Bevölkerung. Die Strategie passt zum übergeordneten Ziel des Unternehmens, die Kapazitäten für erneuerbare Energien in der Region auszubauen.

Unterdessen hat ein aktuelles Gerichtsurteil klargestellt, dass Netzbetreiber Kunden nicht über den im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 eingeführten Voll-Einspeise-Bonus für Solarstrom informieren müssen. Diese Entscheidung könnte Auswirkungen darauf haben, wie Solarförderungen an Haushalte und Unternehmen kommuniziert werden.

Mit der 86,5-Megawatt-Erweiterung rückt RWE seinem Ziel von 500 Megawatt neuer Solar- und Windprojekte im Rheinland näher. Durch die Nachnutzung ehemaliger Tagebauflächen und die Nutzung bestehender Infrastruktur will das Unternehmen den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen. Gleichzeitig werden innovative Ansätze wie Agrar-Photovoltaik erprobt, um die Flächennutzung zu optimieren.

Quelle