07 April 2026, 20:09

RWE schafft Deutschlands tiefsten See aus dem Tagebau Hambach

Detailreiche Weltkarte als Poster, die geplante Öl- und Gas-Pipelines zeigt, einschließlich Länder, Großstädte, Gewässer und erklärenden Text.

RWE schafft Deutschlands tiefsten See aus dem Tagebau Hambach

Energiekonzern RWE verwandelt das ehemalige Tagebaugebiet Hambach in Deutschlands tiefsten See

Der Energieriese RWE gestaltet aus dem früheren Braunkohletagebau Hambach einen gewaltigen See, der mit 365 Metern Tiefe den bisherigen Rekord des Bodensees (251,4 Meter) deutlich übertreffen wird. Ab 2030 soll das Becken mit Rheinwasser geflutet werden.

Der künftige See wird sich über 42 Quadratkilometer erstrecken und ein Fassungsvermögen von 3,6 Milliarden Kubikmetern aufweisen. Bis 2033 soll ein Drittel der geplanten Tiefe erreicht sein, doch die vollständige Befüllung wird voraussichtlich erst um 2080 abgeschlossen sein.

Bis 2040 wird die Wasseroberfläche voraussichtlich 1.200 Hektar umfassen, wobei die tiefste Stelle bereits 200 Meter erreichen soll. Über ein 45 Kilometer langes Pipelinesystem wird Rheinwasser herangeführt – mit einer Kapazität von 18.000 Litern pro Sekunde.

Das Projekt stößt auf geteilte Reaktionen: Während einige die Entstehung eines neuen Naherholungsgebiets mit Wäldern und Seen begrüßen, kritisieren andere die Rolle von RWE – insbesondere mit Verweis auf die früheren Rodungen des Hambacher Forstes für den Braunkohleabbau. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnt zudem vor der Nutzung von Rheinwasser, da im Fluss chemische Rückstände nachgewiesen wurden.

Die Umwandlung des ehemaligen Tagebaus markiert einen tiefgreifenden Wandel der Landschaft. Nach Fertigstellung wird der See nicht nur Deutschlands tiefstes Gewässer sein, sondern auch ein prägendes neues Naturdenkmal. Die Flutung beginnt 2030 und schreitet in den folgenden Jahrzehnten schrittweise voran.

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