Sechsstelliger Betrug: Ältere Frau überweist Geld an gefälschte App-Store-Nummer
Sophia FrankeSechsstelliger Betrug: Ältere Frau überweist Geld an gefälschte App-Store-Nummer
Eine ältere Frau aus Mülheim an der Ruhr hat nach einem Betrug einen sechsstelligen Betrag verloren, nachdem Kriminelle sie dazu brachten, Geld an eine gefälschte App Store-Nummer zu überweisen. Der Schwindel begann mit einer gefälschten Warnmeldung einer Handels-App, die sie veranlasste, eine von den Betrügern kontrollierte Telefonbuch-Nummer anzurufen – diese gaben sich als Sicherheitsmitarbeiter aus.
Das Opfer erhielt zunächst eine Push-Benachrichtigung der Handelsplattform, in der es aus Sicherheitsgründen aufgefordert wurde, eine Telefonnummer zu kontaktieren. Als sie anrief, behauptete der Betrüger, für das Sicherheitsteam der App Store zu arbeiten.
Der Kriminelle erklärte der Frau, dass Unbekannte ihr Konto genutzt hätten, um Kryptowährung zu kaufen. Um das Problem zu lösen, wurde sie angewiesen, eine Fernwartungssoftware herunterzuladen. Dadurch erhielten die Betrüger die volle Kontrolle über ihren Computer.
Im Laufe mehrerer Transaktionen überwies sie schließlich einen sechsstelligen Gesamtbetrag. Der falsche Mitarbeiter beendete das Gespräch, sobald das Limit ihres Kontos erreicht war. Misstrauisch geworden, erstattete die Frau später Anzeige bei der Polizei.
Laut Bundesnetzagentur gingen 2025 insgesamt 85.158 Beschwerden über den Missbrauch von Telefonnummern ein – darunter Betrugsfälle per Anruf, SMS und Chatnachrichten. Das sind deutlich weniger als die 154.624 Meldungen im Vorjahr 2024. Aktuell liegen jedoch keine genauen Polizeistatistiken zu ähnlichen Betrugsfällen im vergangenen Jahr vor.
Der Fall zeigt, wie Betrüger das Vertrauen in offizielle Kommunikation ausnutzen. Behörden warnen weiterhin vor gefälschten Sicherheitshinweisen und Fernwartungs-Betrug. Die polizeilichen Ermittlungen zu dem Vorfall laufen noch.
Neue Details im Fall des Tech-Support-Betrugs in Mülheim
Die Polizei hat bestätigt, dass der Betrug am 12. Februar 2026 stattfand. Neue Informationen sind:
- Das Opfer nutzte eine Handelsapp für Wertpapiere und ETFs.
- Der Vorfall ereignete sich im MH.-Speldorf-Viertel.
- Präventionsflyer sind jetzt online für die Öffentlichkeit zugänglich.






