Solingen: CDU warnt vor Personalnot in Schulsekretariaten und fordert Reformen
Finn HoffmannSolingen: CDU warnt vor Personalnot in Schulsekretariaten und fordert Reformen
Die Solinger CDU hat auf chronischen Personalmangel in Schulsekretariaten aufmerksam gemacht. Der jüngste Abgang einer Schulleiterin habe die prekären Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich werden lassen, so Parteimitglied Küster. Er kritisiert, dass das Problem seit Jahren ignoriert werde – mit der Folge, dass Schulen chronisch unterversorgt seien.
Küster wies darauf hin, dass die Berechnungsgrundlage für die Personalstunden in Schulverwaltungen seit 2012 unverändert geblieben sei. Gleichzeitig sei der Arbeitsaufwand durch die Pandemie, Inklusionsmaßnahmen, internationale Klassen, die Digitalisierung und steigende Schülerzahlen massiv angestiegen. Während der Pandemie hätten Schulleitungen die Sekretariate oft im Alleingang führen müssen – obwohl längst klar gewesen sei, dass zusätzliche Unterstützung nötig war.
Der CDU-Politiker betonte, dass Schulen bestmögliches Personal bräuchten, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Er forderte Oberbürgermeister Tim Kurzbach auf, sich persönlich ein Bild von den täglichen Problemen vor Ort zu machen. Ohne ausreichende Unterstützung fressen administrative Aufgaben wertvolle Zeit, die eigentlich für Unterricht und Schülerbetreuung genutzt werden sollte.
Der aktuelle Haushalt sehe jedoch nicht die notwendigen Personalstellen vor, um die wachsenden Aufgaben zu stemmen. Küster warnte, dass eine weitere Ausdünnung des Personals die Lehrtätigkeit zusätzlich belasten werde. Die Partei fordert nun dringend eine Modernisierung der Personalbemessung und eine nachhaltige Ausstattung der Schulen für die Zukunft.
Der Appell der CDU kommt zu einer Zeit, in der Solinger Schulen unter einer immer größeren administrativen Last ächzen. Veraltete Berechnungsmodelle und fehlende Unterstützung gefährdeten die Qualität der Bildung, so die Partei. Sie besteht auf sofortige Reformen, um die Schulverwaltungen für die aktuellen und künftigen Anforderungen fit zu machen.
