22 May 2026, 22:08

Solingen kämpft mit hohen Kosten für Schülerbetreuung wegen Lehrermangels

Stadt Solingen fordert 67.000 Euro Schadensersatz von NRW wegen ausfallender Schulstunden

Solingen kämpft mit hohen Kosten für Schülerbetreuung wegen Lehrermangels

Solingen steht vor steigenden Kosten nach Übernahme der Kinderbetreuung für früh nach Hause geschickte Schüler

Die Stadt Solingen sieht sich mit wachsenden Ausgaben konfrontiert, nachdem sie die Betreuung von Schülern übernommen hat, die wegen Lehrkräftemangels vorzeitig nach Hause geschickt wurden. Allein an einer Schule hat die Kommune bereits über 67.000 Euro für Ersatzbetreuung ausgegeben – und rechnet bis zu den Sommerferien mit weiteren Belastungen. Die Verantwortlichen fordern, dass das Land diese Kosten übernimmt, da die Personalnot in dessen Zuständigkeit falle.

Zwischen November 2023 und Januar 2024 gab Solingen 67.228,10 Euro für sogenannte Integrationskräfte an der Wilhelm-Hartschen-Schule aus. Die Teams wurden eingesetzt, um Schüler zu beauftsichtigen, nachdem verkürzte Unterrichtszeiten zu vorzeitigen Schulschlussführten. Die Stadt betont, die Maßnahme bisher vollständig aus eigenen Mitteln finanziert zu haben – ohne finanzielle Unterstützung des Landes.

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Für die kommenden Monate bis zu den Sommerferien rechnet Solingen mit zusätzlichen monatlichen Kosten von rund 23.000 Euro. Bis zum Ende des Schuljahres könnten die Gesamtausgaben auf mindestens 115.000 Euro steigen. Zwar hat das Land zugesagt, die ersten 67.000 Euro für den Zeitraum November bis Januar zu erstatten, doch eine endgültige Abrechnung für das Schuljahr 2023/2024 steht noch aus.

Die Stadtverwaltung besteht darauf, dass Nordrhein-Westfalen die Kosten tragen müsse, da das Land für die ausreichende Bereitstellung von Lehrkräften verantwortlich sei. Angesichts der ohnehin angespannten Haushaltslage warnt Solingen, weitere unvorhergesehene Belastungen nicht stemmen zu können.

Das Land hat zwar die Übernahme der ersten Kostentranche zugesichert, doch Solingen wird später einen vollständigen Antrag für das gesamte Schuljahr einreichen. Bei Bewilligung würde dies die Haushaltsbelastung der Stadt verringern. Bis dahin finanziert die Kommune das Programm weiter – in Erwartung einer endgültigen Entscheidung.

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