11 June 2026, 06:04

Streit um EU-Pläne: Soll es keine Binnengrenzkontrollen mehr geben?

NRW-Innenminister Reul verteidigt Grenzkontrollen trotz EU-Kritik

Streit um EU-Pläne: Soll es keine Binnengrenzkontrollen mehr geben?

Eine Debatte über die Pläne der EU zur Abschaffung der internen Grenzkontrollen ist entbrannt. Politiker von CDU und Grünen liegen mit EU-Vertretern in dieser Frage im Clinch. Im Mittelpunkt des Streits stehen die Steuerung der Migration und Sicherheitsbedenken.

Der EU-Migrationskommissar Magnus Brunner forderte ein Ende der Kontrollen an den Binnengrenzen. Als Begründung verwies er auf den Rückgang der Asylanträge. Das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) zielt darauf ab, die Überprüfungen stattdessen an die EU-Außengrenzen zu verlagern.

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Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, lehnte den Vorstoß ab. Er argumentierte, dass Grenzkontrollen helfen, Migrationsströme zu steuern und die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Der CDU-Innenexperte Gregor Golland unterstützte diese Position und betonte, dass die Kontrollen illegale Migration und Kriminalität eingedämmt hätten.

Julia Höller, innenpolitische Sprecherin der Grünen, sprach sich hingegen für Brunners Haltung aus. Gleichzeitig kritisierte sie den Bundesinnenminister dafür, Infrastrukturprobleme zu ignorieren, die zu Staus an den Grenzen führten.

Der EU-Vorschlag zielt darauf ab, die Grenzverfahren durch eine Konzentration auf die Außenkontrollen effizienter zu gestalten. Die deutschen Politiker bleiben jedoch gespalten, ob die Binnenkontrollen beibehalten werden sollten. Das Ergebnis der Debatte wird die künftige Migrations- und Sicherheitspolitik in der Region prägen.

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