Textilfabrik 7.0 startet Revolution für klimaneutrale Modeproduktion in Deutschland
Nina BauerTextilfabrik 7.0 startet Revolution für klimaneutrale Modeproduktion in Deutschland
Textilfabrik 7.0: Ein Leuchtturmprojekt für die nachhaltige Transformation der deutschen Textil- und Modebranche
Mit der neuen Großinitiative Textilfabrik 7.0 (T7) steht die deutsche Textil- und Modeindustrie vor einem tiefgreifenden Wandel. Das Projekt zielt darauf ab, ein klimaneutrales, kreislauffähiges und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähiges Produktionsmodell zu entwickeln. Die offizielle Auftaktveranstaltung findet am 19. März im Rahmen des "Textilen Runden Tisches" statt.
Bei Textilfabrik 7.0 arbeiten Forschungsinstitute, Branchenverbände und Wirtschaftsförderungen Hand in Hand. Gemeinsam wollen sie langjährige Herausforderungen angehen, indem sie innovative Technologien erproben und in die Breite tragen. Im Mittelpunkt stehen vier zentrale Handlungsfelder: Bedarfsgerechte Fertigung (On-Demand Manufacturing), Mikrofabrik-Konzepte (MicroFactory Engineering), digitale Textilien (Digital Textiles) sowie die Integration in die Biosphäre.
Die Mode- und Textilbranche ist derzeit für rund 10 Prozent der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich. T7 will dies ändern – durch den Aufbau einer lokalen, klimafreundlichen Produktion, die gleichzeitig wirtschaftlich rentabel bleibt. Unterstützt wird die Initiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem Land Nordrhein-Westfalen sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung. Zudem trägt das Projekt zur strukturellen Transformation des Rheinischen Reviers bei.
Durch die Vernetzung von Forschung, Unternehmen und regionalen Partnern sollen neue Arbeitsplätze entstehen und die lokale Wertschöpfung gestärkt werden. Im Vordergrund stehen dabei praktische Lösungen für die Praxis – nicht theoretische Ansätze.
Textilfabrik 7.0 setzt einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Textilproduktion in Deutschland. Gelingt das Vorhaben, könnte es die Emissionen deutlich senken und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Branche sichern. Die Ergebnisse dürften auch über die Landesgrenzen hinaus Maßstäbe für die zukünftige Fertigung in der gesamten Textilindustrie setzen.