Traditionszulieferer WKW meldet Insolvenz an – 2.000 Jobs in Gefahr
WKW, langjähriger Zulieferer für Luxusauto-Komponenten, meldet Insolvenz an
Der traditionsreiche Automobilzulieferer WKW, der sich auf hochwertige Fahrzeugteile spezialisiert hat, hat Insolvenz angemeldet. Der Zusammenbruch gefährdet rund 2.000 Arbeitsplätze an den Hauptstandorten in Velbert und Wuppertal. Das Unternehmen kämpft seit Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten – trotz früherer Versuche, die Pleite abzuwenden.
WKW, 1940 gegründet, stellt dekorative und funktionale Bauteile für Premiumfahrzeuge her, unter anderem aus Aluminium, Edelstahl und Kunststoff. 2023 beschäftigte die Gruppe weltweit etwa 3.000 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von 560 Millionen Euro mit Standorten in Europa und Nordamerika. Zu dem Konzern gehören 18 Tochtergesellschaften und Beteiligungen auf beiden Kontinenten.
Noch 2022 konnte das Unternehmen die Insolvenz knapp abwenden, nachdem das Land Nordrhein-Westfalen mit finanziellen Garantien eingesprungen war. Doch ein geplanter Rettungsversuch durch einen US-Investor scheiterte kürzlich, sodass WKW keine weiteren Optionen blieb. Von der Insolvenz betroffen sind sowohl die Walter Klein GmbH & Co. KG in Wuppertal als auch die WKW-Aktiengesellschaft in Velbert.
Eigentümer des Konzerns ist die Gert-und-Susanna-Mayer-Stiftung, während die verbleibenden Anteile bei Susanna Mayer liegen. Trotz einer starken Marktposition haben anhaltende finanzielle Probleme das Unternehmen nun endgültig in die Insolvenz getrieben.
Die anstehenden Insolvenzverfahren werden über die Zukunft der 2.000 Beschäftigten in Velbert und Wuppertal entscheiden. Der Zusammenbruch wirft zudem Fragen zur Stabilität der 18 internationalen Tochtergesellschaften auf. Gläubiger und lokale Behörden dürften in den nächsten Schritten für den angeschlagenen Zulieferer eine zentrale Rolle spielen.






