Ulrike Guérot scheitert erneut vor Gericht: Plagiatsaffäre beendet akademische Karriere
Ben KönigPolitische Wissenschaftlerin Ulrike Guérot verliert erneut vor Gericht - Ulrike Guérot scheitert erneut vor Gericht: Plagiatsaffäre beendet akademische Karriere
Ulrike Guérot, 61-jährige Politikwissenschaftlerin und Bestsellerautorin, hat ihre jüngste juristische Auseinandersetzung mit der Universität Bonn verloren. Das Landesarbeitsgericht Köln bestätigte ihre Entlassung, die auf Plagiatsvorwürfe während ihres Bewerbungsverfahrens folgte. Das Urteil ist bereits das zweite, das ihre Klagen gegen die Entscheidung der Hochschule abweist.
Die Universität Bonn hatte Guérots Stelle erstmals im Februar 2023 gekündigt. Als Begründung führte die Hochschule Plagiate in einem Dokument an, das Guérot im Rahmen ihrer Bewerbung eingereicht hatte. Das Arbeitsgericht Bonn wies ihre Klage zunächst ab und bestätigte, dass die Plagiatsvorwürfe berechtigt seien.
Guérot legte Berufung ein, doch auch das Landesarbeitsgericht Köln entschied gegen sie. Der vorsitzende Richter Lothar Staschik begründete die Kündigung mit "unlauterem Verhalten" während des Bewerbungsprozesses. Das Gericht sah keine Veranlassung, das vorherige Urteil aufzuheben.
Jenseits ihrer juristischen Probleme bleibt Guérot eine polarisierende Figur. Während der COVID-19-Pandemie machte sie mit scharfer Kritik an staatlichen Schutzmaßnahmen auf sich aufmerksam. Zuletzt sorgten ihre Forderungen nach sofortigen Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg für Kontroversen. Kritiker werfen ihr vor, dabei mitunter die Grenzen zwischen Angreifer und Opfer zu verwischen.
Ihr bekanntestes Werk "Wer schweigt, stimmt zu" festigte ihren Ruf als provokante Kommentatorin. Doch mit dieser jüngsten gerichtlichen Niederlage hat ihre akademische Laufbahn nun einen endgültigen Rückschlag erlitten.
Das Urteil besiegelt, dass Guérots Entlassung von der Universität Bonn Bestand hat. Rechtliche Mittel gegen die Entscheidung sind ihr damit erschöpft. Gleichzeitig sorgen ihre öffentlichen Stellungnahmen zu politischen Themen weiterhin für Debatten – und halten sie trotz des beruflichen Rückschlags in der Öffentlichkeit präsent.






