Ursula Heinen-Esser übernimmt Führung beim Bundesverband Erneuerbare Energie
Nina BauerUrsula Heinen-Esser übernimmt Führung beim Bundesverband Erneuerbare Energie
Ursula Heinen-Esser ist zur neuen Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) gewählt worden. Sie erhielt bei der Abstimmung die volle Unterstützung der Delegierten und sicherte sich 100 Prozent der Stimmen. Ihre Wahl markiert einen Führungswechsel nach Simone Peter, die den Verband seit 2018 geleitet hatte und nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidierte.
Heinen-Esser bringt umfangreiche politische und umweltpolitische Erfahrung in das Amt ein. Von 2007 bis 2013 war sie Parlamentarische Staatssekretärin in zwei Bundesministerien. Anschließend übernahm sie zwischen 2014 und 2018 Führungspositionen in der Entsorgung radioaktiver Abfälle. 2018 wurde sie Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen – ein Amt, das sie bis 2022 innehatte. Seit 2021 leitet sie zudem den Schutzverband Deutscher Wald.
Als BEE-Präsidentin will sie vor allem die heimischen Erneuerbaren Energien stärken, insbesondere die Tiefe Geothermie. Ihr Ziel ist es, Deutschlands Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern und eine vollständig elektrifizierte Gesellschaft voranzutreiben, in der CO₂-neutraler Strom alle Sektoren versorgt. Doch bleiben Herausforderungen bestehen, darunter uneinheitliche politische Vorgaben, unklare Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen sowie regulatorische Hürden wie die AgNes-Richtlinien der Bundesnetzagentur.
Nach ihrer Wahl bedankte sich Heinen-Esser bei den Delegierten und betonte, den BEE zu einem noch stärkeren Fürsprecher der Erneuerbaren machen zu wollen. Sie kündigte an, die Energiewende aktiv mitzugestalten. Der neue BEE-Vorstand wird offiziell auf seiner Sitzung am 7. Oktober gebildet.
Die scheidende Präsidentin Simone Peter zeigte sich optimistisch für die Zukunft der Erneuerbaren Energien und wünschte Heinen-Esser viel Erfolg in ihrer neuen Rolle. Der Wechsel an der Spitze des BEE fällt in eine Phase, in der der Verband unter neuer Führung zentrale Fragen der deutschen Energiepolitik angehen wird.






