US-Forscher fliehen vor Trump – und Deutschland profitiert vom Brain-Gain
Nina BauerUS-Forscher fliehen vor Trump – und Deutschland profitiert vom Brain-Gain
US-Forscher blicken zunehmend nach Europa – seit Donald Trump im Amt ist
Seit Donald Trump das Präsidentenamt übernommen hat, suchen US-amerikanische Wissenschaftler vermehrt nach Chancen in Europa. Kürzungen bei der Forschungsförderung in den USA – besonders in der Klimaforschung – treiben viele dazu, Stellen in Europa anzustreben. Gleichzeitig verlieren deutsche Studierende das Interesse an einem Studium in den USA: Die Bewerbungszahlen sind um etwa zehn Prozent gesunken.
Der Wandel setzte ein, nachdem die Trump-Regierung drastische Kürzungen bei der Forschungsfinanzierung durchführte. Am stärksten betroffen ist die Klimaforschung, was selbst renommierte US-Universitäten mit Haushaltslücken kämpfen lässt. In der Folge wenden sich amerikanische Forscher vermehrt an europäische Einrichtungen um Unterstützung.
Deutschland verzeichnet starken Zulauf aus den USA Die Nachfrage nach Positionen in Deutschland ist deutlich gestiegen. Bewerbungen für Führungsrollen bei der Max-Planck-Gesellschaft haben sich seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit um 2025 herum verdoppelt oder verdreifacht. Programme wie das Lise-Meitner-Exzellenzprogramm verzeichnen dreimal so viele Anfragen aus den USA wie zuvor. Auch die Alexander-von-Humboldt-Stiftung und die Max-Planck-Gesellschaft melden einen deutlichen Anstieg an Interesse.
Deutsche Studierende meiden die USA – US-Studierende kommen nach Europa Gleichzeitig lässt das Interesse deutscher Studierender an US-Hochschulen nach: Anfragen für Studienplätze in Amerika sind um rund zehn Prozent zurückgegangen. Umgekehrt hat sich die Zahl der US-Studierenden, die sich um DAAD-Stipendien für Masterstudiengänge in Europa bewerben, mehr als verdoppelt. Der DAAD, die weltweit größte Förderorganisation für akademischen Austausch, hat zudem neue Initiativen wie das 1.000-Köpfe-Programm gestartet, um vertriebene US-Forscher anzuziehen.
Die Organisation zieht sich jedoch aus Russland zurück, nachdem sie vom russischen Justizministerium als "unerwünschte Organisation" eingestuft wurde.
Akademische Talente wandern von den USA nach Europa ab Die Entwicklung zeigt eine klare Verlagerung akademischer Kompetenz – weg von den USA, hin nach Europa. Deutsche Einrichtungen profitieren vom Zuzug amerikanischer Forscher, während US-Universitäten mit wachsenden Herausforderungen kämpfen. Angesichts anhaltender Kürzungen dürfte dieser Trend in den kommenden Jahren anhalten.
Surge in US Applications to German Research Programs: Key Figures and New Initiatives
New data reveals a sharp rise in US researchers applying to German institutions amid Trump-era policies. The Alexander von Humboldt Foundation reported a 32% increase in US applications in 2025, with 65% growth in the final quarter alone. The Max-Planck-Gesellschaft's Lise-Meitner program saw tripled US interest, while the Helmholtz-Gemeinschaft recorded an 11% rise in long-term US researchers. Germany's '1.000-Köpfe-plus-Programm' now targets climate, AI, and health researchers, offering streamlined visas and $100,000 in institutional support to offset Trump's restrictive US visa fees.






