Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis 2025: Weniger Tote, mehr Kinder- und E-Scooter-Unfälle
Finn HoffmannVerkehrssicherheit im Märkischen Kreis 2025: Weniger Tote, mehr Kinder- und E-Scooter-Unfälle
Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis zeigt 2025 gemischte Entwicklungen
Im Märkischen Kreis präsentierte sich die Verkehrssicherheit im Jahr 2025 mit ambivalenten Trends: Zwar sank die Zahl der Verkehrstoten, doch stiegen die Verletzungen bei Kindern und E-Scooter-Fahrern deutlich an. Polizeidaten wiesen zudem einen starken Anstieg von Drogenfahrten sowie anhaltende Probleme mit Raserei und Verkehrsverstößen nach.
Im gesamten Kreisgebiet kamen 2025 sieben Menschen im Straßenverkehr ums Leben – ein Rückgang gegenüber 11 Todesopfern im Vorjahr. Unter den Getöteten befand sich ein 10-jähriges Mädchen aus Ihmert, das bei einem Zusammenstoß starb. Trotz des Rückgangs der Todesfälle stieg die Zahl der Leichtverletzten um 6,4 Prozent, während die Schwerverletzten um 15 Prozent zurückgingen.
Die Unfälle mit E-Scootern nahmen weiter zu: 2025 verletzten sich 49 Fahrer dieser Gefährte. Vorläufige Zahlen zeigen einen kontinuierlichen Anstieg seit 2020 – von damals 12 Fällen auf 112 bis Dezember 2025. In Polizeiberichten werden wiederholt Verstöße genannt, darunter das Fahren auf Gehwegen, schlechte Sichtbarkeit bei Dunkelheit und das Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h.
Bei Motorradunfällen gab es hingegen einen Rückgang: 2025 registrierte die Polizei 98 Vorfälle mit drei Todesopfern. Gleichzeitig stiegen die Verletzungen von Kindern auf Schulwegen von 128 im Jahr 2024 auf 142 im Berichtsjahr. Als Hauptursachen für schwere Unfälle blieben überhöhte Geschwindigkeit, Vorfahrtsmissachtung und falsches Abbiegen.
Deutlich zugenommen haben auch Drogenfahrten: 1.367 Autofahrer mussten 2025 eine Blutprobe abgeben – ein Anstieg gegenüber 915 Fällen im Vorjahr. Insgesamt blieb die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Kreis jedoch in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.
Die Bilanz für 2025 zeigt sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen für die Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis. Weniger Tote und Schwerverletzte deuten auf erste Verbesserungen hin, doch die steigenden Zahlen bei Kinderunfällen, E-Scooter-Vorfällen und Drogenfahrten erfordern dringendes Handeln. Die Behörden beobachten die Entwicklungen weiterhin, während die vorläufigen Daten finalisiert werden.