Vermisster aus Duisburg verletzt in Maisfeld aufgefunden – während ePA flächendeckend startet
Finn HoffmannVermisster aus Duisburg verletzt in Maisfeld aufgefunden – während ePA flächendeckend startet
Ein 39-jähriger Mann aus Duisburg ist nach seinem Verschwinden am Freitagabend lebend aufgefunden worden. Rettungskräfte entdeckten ihn am Samstagnachmittag (21.09.) verletzt in einem Maisfeld bei Sonsbeck.
Unterdessen hat sich das elektronische Patientenakte-System (ePA) in Deutschland weit verbreitet: Bis Anfang 2026 nutzen 80 Prozent der Ärztinnen, Ärzte und Psychotherapeut:innen die digitale Akte. Trotz des Erfolgs gibt es weiterhin technische Herausforderungen und gemischte Rückmeldungen aus der Ärzteschaft.
Der Vermisste war zuletzt am Freitagabend gesehen worden, bevor er spurlos verschwand. Die Suchmaßnahmen wurden am Wochenende intensiviert und führten schließlich zu seiner Entdeckung in einem Maisfeld bei Sonsbeck. Rettungskräfte leisteten sofort Erste Hilfe, doch über Art und Schwere seiner Verletzungen ist bisher nichts bekannt.
Die ePA sollte die Patientenakten vereinfachen, doch die Einführung verlief ungleichmäßig. Ende 2024 verfügte erst ein Viertel der Praxen nicht über die notwendige Software, weshalb die verpflichtende Nutzung über die anfängliche Testphase in den Modellregionen hinaus verschoben wurde. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) reagierte mit Schulungen zu medizinischen, rechtlichen und technischen Aspekten und vergab dafür sechs Fortbildungspunkte.
Seit Oktober 2025 ist die ePA für alle Praxen und Krankenhäuser gesetzlich vorgeschrieben. Die Registrierung für Patient:innen vereinfachte sich nach der Einführung zugelassener Videoident-Verfahren wie dem Nect ePass im Dezember 2025. Dadurch stieg die Zahl der GesundheitsID-Anmeldungen bis März 2026 auf fünf Millionen.
Eine Umfrage unter 4.500 Praxen zeigte ein geteiltes Bild: Während Funktionen wie die elektronische Medikationsliste positiv bewertet wurden, gab es Kritik an der technischen Umsetzung und der Performance der PVS-Module. Trotz dieser Probleme blieb die Nutzungsrate hoch – ein Zeichen für die wachsende Bedeutung der ePA im deutschen Gesundheitswesen.
Die Auffindung des Vermissten bringt Erleichterung nach einer angespannten Suche, auch wenn sein Zustand noch geprüft wird. Beim ePA-System sollen laufende technische Verbesserungen und Schulungen die anhaltenden Bedenken ausräumen. Mit fünf Millionen GesundheitsID-Registrierungen und steigender Tendenz schreitet die digitale Transformation im Gesundheitsbereich weiter voran.






