20 March 2026, 08:08

Wie das Meer Musik, Filme und Erinnerungen eines Kielers prägte

Altes Buchcover mit einer Vintage-Schiff-Illustration in gedämpften Tönen, begleitet von klassischem Text.

Wie das Meer Musik, Filme und Erinnerungen eines Kielers prägte

Das Meer als Prägung: Musik, Film und Erinnerungen

Das Meer hat seit jeher Musik, Film und persönliche Erinnerungen geprägt – besonders für einen Autor, der in der Nähe der lebhaften Kieler Werften aufgewachsen ist. Als Kind beobachtete er täglich, wie Schiffe einliefen, und spürte dabei eine Mischung aus Aufregung und Staunen. Diese Faszination vertiefte sich später durch Lieder, Filme und sogar eine zufällige Begegnung mit einem bassstarken Chorsänger, der mit den maritimen Traditionen Hamburgs verbunden war.

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Aufgewachsen neben den Howaldtswerken in Kiel fand der Autor unendliche Inspiration im Kommen und Gehen der Schiffe. Militärfahrzeuge und ferne Segelschiffe, die vor Anker gingen, ließen sein Herz höher schlagen und weckten eine lebenslange Verbindung zum Meer. Bei Familienausflügen erklangen oft die Seemannslieder von Hans Albers, dem "blonden Hans", dessen Stimme zum vertrauten Soundtrack seines Lebens wurde.

Auch der Autor selbst war musikalisch tief verwurzelt. Im Kirchenchor sang er neben einem Bass mit einer so tiefen Stimme, dass dieser den Spitznamen Knurrhahn trug – ein Mann, der auch im Lotsen-Gesangverein mitwirkte, einem 1929 gegründeten Steuermännerchor. Später endeten Besuche bei Freunden auf Hochseeschiffen manchmal damit, dass er Freddy Quinns Einmal noch nach Bombay sang, ein Lied, das seine eigene Sehnsucht nach Abenteuer widerspiegelte.

Ein Film hinterließ besonders bleibende Spuren: Große Freiheit Nr. 7 (1944) mit Hans Albers als Hannes Kröger, ein Mann, zerrissen zwischen dem Nachtleben von St. Pauli und dem Ruf des Ozeans. Im Film verlässt Kröger sein altes Leben, um auf der Padua in See zu stechen – dem letzten großen Hamburger Segelschiff seiner Art. Dieses Schiff existiert noch heute, nun unter dem Namen Kruzenshtern, und dient als russisches Ausbildungsschiff im Hafen von Kaliningrad. Als einzig erhaltene Viermastbark der legendären Flying P-Liner ist es ein schwimmendes Stück Schifffahrtsgeschichte.

Für den Autor verkörperte Albers' Darstellung des Kröger jenen unruhigen Drang nach dem Meer. Die Themen des Films – Freiheit und Flucht – spiegelten seine eigene kindliche Bewunderung wider und machten aus einer einfachen Geschichte etwas zutiefst Persönliches.

Die Kruzenshtern, einst Padua, bleibt eine greifbare Verbindung zur Vergangenheit – sowohl für Hamburgs maritimes Erbe als auch für Menschen wie den Autor, die in ihren Fahrten Sinn fanden. Lieder, Filme und reale Begegnungen verwebten sich zu einer dauerhaften Bindung zwischen einem Jungen aus Kiel und dem endlosen Horizont. Diese Verbindung, geprägt von Musik und Erinnerung, hallt bis heute nach.

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