17 April 2026, 06:08

Wie Landwirte Dürreperioden mit neuen Anbaustrategien trotzen können

Ein Plakat, das eine Karte des US-Dürremonitors vom 10. Januar 2023 zeigt, mit begleitendem Text und Logos.

Wie Landwirte Dürreperioden mit neuen Anbaustrategien trotzen können

Dürre wird für Landwirte zunehmend zur Herausforderung – besonders im Frühling und frühen Sommer. Um das Problem zu bewältigen, hat das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) neue Strategien für den Anbau unter trockenen Bedingungen veröffentlicht. Die Empfehlungen konzentrieren sich auf die Auswahl der Kulturen, die Bodenbewirtschaftung und Anbautechniken, um Wasserstress zu verringern und die Erträge zu steigern.

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Ein zentraler Rat lautet, Pflanzen mit unterschiedlichen Spitzenwasserbedarfen anzubauen. Durch die Mischung von Sorten, die zu verschiedenen Zeiten Wasser benötigen, können Landwirte das Risiko von Dürreschäden streuen. Pflanzen mit tiefen und kräftigen Wurzelsystemen – wie etwa Zuckerrüben – kommen zudem besser mit Trockenperioden zurecht.

Winterroggen ist eine weitere sinnvolle Alternative, da er sich früher entwickelt als Nachbauweizen. Dadurch blüht er oft und bildet Körner, wenn noch ausreichend Wasser verfügbar ist. In Regionen mit frühsommerlicher Dürre kann der Ersatz von Nachbauweizen durch Winterroggen besonders wirksam sein.

Der Bericht betont auch die Bedeutung eines gesunden Bodens. Regelmäßige Gaben von Mist, Kompost, Stroh oder Festmist erhöhen den Humusgehalt und helfen dem Boden, Feuchtigkeit besser zu speichern. Bei Raps kann eine Bodenbearbeitung kurz vor der Aussaat sowie der Einsatz von Präzisionstechnik beim Säen in trockenen Phasen einen Unterschied machen.

Nicht alle hochertragreichen Sorten sind bei Dürre gleichermaßen zuverlässig. Frühreifende Typen mögen in trockenen Jahren gut abschneiden, leiden jedoch in feuchteren Bedingungen oft unter geringerer Sonneneinstrahlung. Landwirte sollten diese Abwägungen bei der Saatgutwahl bedenken.

Die neuen Leitlinien bieten praktische Schritte für Landwirte, die mit zunehmend trockenen Bedingungen konfrontiert sind. Durch angepasste Fruchtfolgen, verbesserte Bodenqualität und optimierte Anbaumethoden lassen sich Erträge besser vor Dürre schützen. Ziel der Empfehlungen ist es, die Landwirtschaft an den Klimawandel anzupassen – ohne dabei die Produktivität zu gefährden.

Quelle