01 May 2026, 04:07

Willich beschließt Haushalt 2026 einstimmig – doch Streit um Kita-Gebühren bleibt

Tortendiagramm, das den Haushalt von Kalifornien 2022-2023 nach Einkommen, Ausgaben und anderen finanziellen Zuordnungen aufschlüsselt, wobei die Abschnitte proportional zu den Finanzierungsbeträgen sind.

Willich beschließt Haushalt 2026 einstimmig – doch Streit um Kita-Gebühren bleibt

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt für 2026 in Rekordzeit verabschiedet – einstimmig und in weniger als zwei Stunden. Die Entscheidung fiel nach hitzigen Debatten über Kita-Gebühren und Wohnungspolitik, wobei sowohl SPD als auch Grüne den Plan trotz Bedenken unterstützten.

Der Haushalt tritt im Juli in Kraft, doch Streit bleibt über Sparmaßnahmen und die Unterstützung für Familien. Die CDU hatte ursprünglich vorgeschlagen, die Kita-Kosten zu erhöhen, indem die jährliche Anpassungsrate von 2 auf 3 Prozent angehoben wird. Zudem sollte eine Gebühr für Geschwisterkinder eingeführt werden – ein Vorhaben, das bei Eltern in Willich auf massive Kritik stieß. Doch der Jugendhilfeausschuss lehnte beide Pläne ab und beschloss, die ermäßigten Geschwistergebühren beizubehalten und die bisherige Anpassungsrate nicht zu ändern.

In der Sitzung begrüßte die SPD die Übernahme der Bauturbo-Strategie durch den Rat, die den Bau von bezahlbarem Wohnraum beschleunigen soll. Gleichzeitig kritisierte die Partei die Streichung des Deutschlandtickets für anspruchsberechtigte Studierende und warnte, dies werde junge Menschen benachteiligen. Zwar stimmte die SPD dem Haushalt zu, betonte aber, dass Kürzungen Familien nicht übermäßig belasten dürften.

Auch die Grünen unterstützten den Haushalt und wiesen auf die angespannte Haushaltslage der Stadt hin. Sie forderten unverzügliche Maßnahmen zur Konsolidierung der Finanzen. Die SPD hatte zuvor detaillierte Sparvorschläge eingereicht, die sich auf nicht zwingend notwendige Ausgaben und freiwillige Leistungen konzentrierten, um den Haushalt auszugleichen.

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Alle Fraktionssprecher hielten sich strikt an die Redezeitbegrenzung von fünf Minuten, was die kurze Dauer der Sitzung ermöglichte. Trotz unterschiedlicher Positionen fiel die Abstimmung am Ende einstimmig aus – der Haushalt wurde ohne Gegenstimmen angenommen.

Der Haushalt 2026 soll nun im Juli in Kraft treten, nachdem der Rat zügig und geschlossen zugestimmt hat. Die Kita-Gebühren bleiben unverändert, Geschwisterkinder werden nicht zusätzlich belastet, und die jährliche Anpassungsrate bleibt festgeschrieben. Dennoch dürften die Diskussionen über Wohnungsbauförderung und Fahrtkostenzuschüsse für Studierende weitergehen.

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