30 May 2026, 12:05

Wohnungsbau in NRW bricht dramatisch ein – 28 Prozent weniger Baugenehmigungen seit 2020

Anzahl neuer Wohnungen auf niedrigstem Stand seit 2011

Wohnungsbau in NRW bricht dramatisch ein – 28 Prozent weniger Baugenehmigungen seit 2020

Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen verzeichnet starken Rückgang

In den vergangenen fünf Jahren ist der Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen deutlich eingebrochen. Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Zahl der Baugenehmigungen von 61.849 im Jahr 2020 auf nur noch 44.905 im Jahr 2025 gesunken ist. Dieser Trend spiegelt die übergeordneten Herausforderungen auf dem deutschen Wohnungsmarkt wider, wo steigende Kosten und Zinsen die Bautätigkeit seit Jahren bremsen.

Der Rückgang betrifft alle Wohnungsarten. Bei Einfamilienhäusern gab es einen Rückgang um fast 14 Prozent – im vergangenen Jahr wurden nur noch 6.345 fertiggestellt. Zweifamilienhäuser verzeichneten einen noch stärkeren Einbruch von nahezu einem Fünftel und kamen lediglich auf 2.074 Fertigstellungen. Auch bei Mehrfamilienhäusern mit drei oder mehr Wohneinheiten ging die Zahl um 4 Prozent zurück, sodass insgesamt nur noch 21.575 Wohnungen entstanden.

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Trotz eines jüngsten Anstiegs der Baugenehmigungen bundesweit bleibt die Lage angespannt. Das Statistische Bundesamt meldete für das erste Quartal dieses Jahres zwar ein Plus von fast 15 Prozent – doch Experten warnen, dass diese Zunahme nicht ausreicht, um die Lücke zu schließen. Eine Studie des Pestel-Instituts geht von einem Fehlbestand von 1,4 Millionen Wohnungen in Deutschland aus, davon allein 376.000 in Nordrhein-Westfalen.

Um die Krise zu bewältigen, müsste das Land bis 2030 jährlich rund 94.000 neue Wohnungen bauen. Die Bundesregierung hat als Reaktion das „Bauturbo“-Programm aufgelegt, das schnellere Genehmigungsverfahren und wiederbelebte Fördermittel für energieeffizientes Bauen vorsieht.

Doch der Wohnungsmarkt in Nordrhein-Westfalen bleibt unter Druck: Die Bauaktivitäten liegen weiterhin deutlich unter den erforderlichen Zielen. Zwar zielen jüngste politische Maßnahmen darauf ab, den Wohnungsbau zu beschleunigen – doch ohne anhaltende Steigerungen wird sich der Mangel voraussichtlich in den kommenden Jahren weiter verschärfen.

Quelle