Zoll stoppt Schmuggler mit 150.000 unversteuerten Zigaretten und verbotener Waffe
Ben KönigZoll stoppt Schmuggler mit 150.000 unversteuerten Zigaretten und verbotener Waffe
Zollbeamte in Bielefeld haben bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle eine große Menge unversteuerter Zigaretten sichergestellt. Bei der Entdeckung am Dienstag, dem 10. Juni 2025, wurde zudem ein verbotenes Reizstoffsprühgerät beschlagnahmt. Die Behörden gaben die Details aus taktischen Gründen erst jetzt bekannt.
Der Vorfall ereignete sich auf der Bundesstraße 44, wo Beamte ein Fahrzeug mit belgischem Kennzeichen anhielten. Im Inneren des Wagens entdeckten sie etwa 150.000 unversteuerte Zigaretten, die im Fahrzeug versteckt waren. Bei einer weiteren Durchsuchung fanden sie ein nicht gekennzeichnetes Reizstoffsprühgerät auf dem Beifahrersitz – eine in Deutschland verbotene Waffe.
Der 44-jährige Fahrer gab an, sich nur kurzzeitig aus Belgien in Deutschland aufzuhalten. Sowohl die Zigaretten als auch das Sprühgerät wurden sofort beschlagnahmt. Ermittler schätzen, dass durch die Beschlagnahmung ein Steuerausfall von über 27.000 Euro an unbezahlten Tabakabgaben verhindert wurde.
Die Zollbehörden haben gegen den Mann zwei separate Verfahren eingeleitet. Eines betrifft den Verdacht der Steuerhinterziehung, das andere den illegalen Besitz des Reizstoffsprühgeräts. Die Zollfahndungsstelle in Essen übernimmt den Fall nun im Auftrag der Staatsanwaltschaft Paderborn.
Die beschlagnahmten Zigaretten gelangten nie auf den Schwarzmarkt, wodurch erhebliche Steuereinnahmen gesichert wurden. Die Ermittlungen dauern an. Für öffentliche Rückfragen steht das Hauptzollamt Bielefeld zur Verfügung. Ralf Wagenfeld ist der zuständige Ansprechpartner für Medien- oder offizielle Anfragen.






