Zwei Drittel der Deutschen fordern strengere Sozialregeln für Migranten – mit klaren Parteigräben
Ben KönigZwei Drittel der Deutschen fordern strengere Sozialregeln für Migranten – mit klaren Parteigräben
Eine neue Umfrage offenbart eine starke öffentliche Unterstützung für strengere Sozialregeln in Deutschland. Zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass Migrantinnen und Migranten erst nach einer längeren Arbeitszeit im Land Anspruch auf Sozialleistungen haben sollten. Die Ergebnisse zeigen zudem deutliche Meinungsunterschiede zwischen den politischen Parteien und Regionen auf.
Insgesamt befürworten 66 Prozent der Deutschen den Vorschlag, während 26 Prozent ihn ablehnen. Besonders hoch ist die Zustimmung bei Wählerinnen und Wählern der rechtspopulistischen AfD, wo 91 Prozent dafür sind. Demgegenüber stößt die Idee bei Anhängerinnen und Anhängern der Linken auf den größten Widerstand – 55 Prozent lehnen sie ab.
Bei den etablierten Parteien stimmen 79 Prozent der CDU/CSU-Sympathisanten der Aussage zu, verglichen mit 63 Prozent der SPD-Anhänger. Auch regional gibt es markante Unterschiede: In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegt die Zustimmung bei 76 Prozent.
Die Umfrage zeigt zudem, dass 81 Prozent der Deutschen der Ansicht sind, der Wohlstand sei ungerecht verteilt. Darüber hinaus sind 86 Prozent der Meinung, dass Beamte, Selbstständige und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden sollten. Besonders ausgeprägt ist die Unterstützung für die Sozialreform bei denen, die zwischen 2.500 und 4.500 Euro monatlich verdienen – hier stimmen 76 Prozent zu.
Die Ergebnisse deuten auf eine breite, aber ungleich verteilte Zustimmung zu schärferen Sozialbedingungen hin. Zwar unterstützt eine klare Mehrheit die Maßnahme, doch bleibt der Widerstand vor allem in bestimmten politischen Lagern und unter Geringverdienern konzentriert. Die Umfrage spiegelt zudem weitergehende Sorgen um wirtschaftliche Gerechtigkeit und die Rentenreform wider.






