2023 bricht alle Stau-Rekorde: 30 Prozent mehr Verkehrsstaus auf Autobahnen
Nina Bauer2023 bricht alle Stau-Rekorde: 30 Prozent mehr Verkehrsstaus auf Autobahnen
Staus auf deutschen Autobahnen verschärften sich 2023 deutlich
Im Jahr 2023 nahm der Stau auf deutschen Autobahnen dramatisch zu. Die Verspätungen summierten sich auf 427.000 Stunden – ein Anstieg von fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Trend zeigte einen kontinuierlichen Anstieg, wobei die stärksten Belastungen in den Spätsommermonaten zu verzeichnen waren.
Das Jahr begann mit einem Rekordstau: Am Freitag, dem 20. Januar, bildete sich auf der A61 bei Mönchengladbach ein 56 Kilometer langer Stau – der längste des gesamten Jahres. Die Staubildung nahm weiter zu, wobei der August die Werte von 2019 sogar überstieg. September und November erreichten dagegen das Niveau des Vor-Corona-Jahres.
Der schlimmste Einzelstag war der Freitag, der 29. September, mit rund 2.400 Staustunden. Mittwoch und Donnerstag erwiesen sich als die stauanfälligsten Wochentage, jeweils mit durchschnittlich etwa 1.500 Staustunden. Nordrhein-Westfalen verzeichnete fast 34 Prozent aller Staus in Deutschland.
Laut ADAC gab es 2023 insgesamt 691 Staus mit einer Länge von über 20 Kilometern – fast doppelt so viele wie im Vorjahr (383). Trotz des deutlichen Anstiegs blieb die Gesamtstaubelastung jedoch unter dem Wert von 2019, als 521.000 Staustunden registriert wurden.
Die Daten bestätigen einen starken Anstieg der Verkehrsbehinderungen in ganz Deutschland. Die Gesamtzahl der Verspätungsstunden stieg im Vergleich zu 2022 um fast ein Drittel. Dennoch lag die Staubelastung insgesamt noch unter dem Niveau vor der Pandemie.






