98.000 Euro verschwunden: Frau verklagt Sparkasse wegen angeblichem Sparkonto-Betrug
Nina Bauer98.000 Euro verschwunden: Frau verklagt Sparkasse wegen angeblichem Sparkonto-Betrug
Eine Frau aus Heiligenhaus verklagt die Kreissparkasse Düsseldorf auf Rückzahlung von 98.000 Euro, die sie als verschwunden aus ihrem Sparkonto meldet. Die Bank behauptet, das Konto habe nie existiert, und verweigert die Auszahlung – die vorgelegten Beweise der Klägerin werden als Fälschungen zurückgewiesen. Heute begann der Prozess vor dem Landgericht Düsseldorf.
Streitpunkt ist ein Sparkonto, das der verstorbene Ehemann der Klägerin im Jahr 2003 eröffnet haben soll. Die Frau legte Kontoauszüge aus Jahrzehnten vor, doch die Bank bestreitet deren Echtheit. Der letzte Auszug datiert von Februar 2024 – nur wenige Monate, bevor sie im Mai versuchte, das Konto aufzulösen.
Die Kreissparkasse Düsseldorf hatte 2003 die Sparkasse Heiligenhaus übernommen. Dieser Zusammenschluss, so argumentiert die Anwältin der Klägerin, Volker Kukorus, führe zu Fehlern in der Buchführung. Kukorus wirft der Bank vor, einen eigenen Fehler zu vertuschen und seiner Mandantin fälschlich Urkundenfälschung zu unterstellen. Die Frau fordert per Gerichtsbeschluss die vollständige Rückzahlung der 98.000 Euro.
Bisher sind seit der Fusion 2003 keine ähnlichen Beschwerden gegen die Bank bekannt geworden. Entscheidend für den Prozess ist, ob das Gericht die Kontoauszüge der Klägerin als authentisch anerkennt oder der Bank glaubt, dass das Konto nie bestand.
Das Urteil wird nicht nur darüber entscheiden, ob die Frau ihr Erspartes zurückerhält oder es weiterhin blockiert bleibt. Es könnte auch klären, inwieweit die Bank für historische Kontodaten nach einer Fusion verantwortlich ist – und damit Präzedenz für künftige Streitfälle schaffen.






