Alexander Skarsgård rockt als Biker in Pillion – ein queeres Roadmovie voller Adrenalin und schwarzem Humor
Nina BauerAlexander Skarsgård rockt als Biker in Pillion – ein queeres Roadmovie voller Adrenalin und schwarzem Humor
Alexander Skarsgård übernimmt die Hauptrolle in Pillion – einem mutigen neuen Film nach Adam Mars-Jones' Roman Box Hill
Die Handlung des Films dreht sich um eine ungewöhnliche Verbindung zwischen einem Vorstadt-Teenager aus London und einem dominanten Motorradfahrer. Unter der Regie von Harry Lighton verbindet Pillion queere Romantik mit schwarzem Humor und atemberaubenden Hochgeschwindigkeits-Szenen.
Skarsgård, bekannt durch seine Rollen in True Blood und Succession, spielt Ray – einen in Leder gekleideten Biker, der den 17-jährigen Colin in eine Welt aus Motorrädern, Machtspielen und einer exzentrischen Motorradgang zieht. Der Film balanciert zwischen intensiven Momenten und absurder Komik und bietet damit eine frische Perspektive auf Beziehungen und Identität.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Colin, ein stiller Jugendlicher aus dem Londoner Speckgürtel, dessen Leben sich schlagartig ändert, als er Ray trifft. Dieser führt ihn nicht nur in das adrenalingeladene Leben als Sozius ein, sondern auch in eine unterwürfige Rolle innerhalb ihrer BDSM-Dynamik. Während Colin sich in Rays unkonventioneller Welt zurechtfindet, prallen Dominanz und Verletzlichkeit aufeinander – und ihre Bindung vertieft sich.
Skarsgård, der zwar einen Motorradführerschein besitzt, aber kein eigenes Bike besitzt, griff für die Rolle auf seine Leidenschaft fürs Fahren zurück. Zur Vorbereitung gehörte ein intensives Training mit seinem Co-Star Barry Keoghan, bei dem es um Balance, Vertrauen und die körperliche Nähe beim schnellen Soziusfahren ging. Die beiden Schauspieler probten stundenlang, um Adrenalinsteuerung, Sicherheit und emotionale Intensität zu meistern.
Der Ton des Films spiegelt Skarsgårds eigenen Schauspielansatz wider, geprägt von seiner Erziehung in einer berühmten schwedischen Künstlerfamilie. Obwohl er oft in ernsten Rollen zu sehen ist, fließen in seine Darstellungen stets humorvolle Elemente ein – inspiriert von Vorbildern wie Monty Python und Blackadder. Diese Mischung aus Dunkelheit und Witz verleiht Pillion Bodenständigkeit, selbst wenn extreme Dynamiken erkundet werden.
Pillion erscheint zu einer Zeit, in der queere Erzählungen zunehmend an Interesse gewinnen – etwa nach dem Online-Erfolg von Heated Rivalry, einer Serie über eine geheime Liebesbeziehung zwischen verfeindeten Eishockeyspieler:innen. Lightons Film schlägt jedoch einen eigenen Weg ein: Statt Eisbahnen gibt es offene Straßen, und an die Stelle konventioneller Liebesgeschichten tritt etwas weitaus Unkonventionelleres.
Mit Pillion wagt Skarsgård einen weiteren Vorstoß in komplexe, charaktergetriebene Erzählungen. Die Verbindung queerer Themen, Biker-Kultur und scharfsinnigen Humors hebt den Film im zeitgenössischen Kino hervor. Bei seinem Kinostart wird das Publikum eine neue Seite des Schauspielers entdecken – eine, die Gefahr und Leichtigkeit gleichermaßen umarmt.






