12 April 2026, 22:06

Bergische Uni stellt Architekturstudium infrage – trotz starker Nachfrage nach Absolventen

Schwarz-weißer Architekturgrundriss der Universität München, der detaillierte Raumaufteilungen, Flure, Fenster, Türen und bauliche Merkmale zeigt.

Bergische Uni stellt Architekturstudium infrage – trotz starker Nachfrage nach Absolventen

Die Bergische Universität plant tiefgreifende Änderungen in ihrem Architekturstudiengang. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund möglicher jährlicher Kürzungen von 5,7 Millionen Euro ab 2026. Die Hochschulleitung hat nun vorgeschlagen, den renommierten Studiengang innerhalb des nächsten Jahrzehnts schrittweise auslaufen zu lassen – dabei soll jedoch sichergestellt werden, dass aktuelle Studierende ihr Studium abschließen können.

Der Architekturstudiengang der Universität zählt derzeit rund 500 Studierende und ist einer von nur elf solchen Angeboten in Deutschland. International bekannt wurde er durch die Teilnahme am Solar Decathlon 2021/22, einem Wettbewerb für nachhaltiges Bauen. Trotz seines guten Rufs steht der Studiengang nun aufgrund finanzieller Zwänge vor einer Umstrukturierung.

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Die Universitätsleitung hat die Fakultät aufgefordert, ein neues Konzept mit stärkerem Fokus auf Nachhaltigkeit zu erarbeiten. Betont wurde, dass Entscheidungen nach strategischen Kriterien und nicht pauschal getroffen würden. Zudem versicherte man, dass durch verlängerte Übergangsregelungen keine Studierende und kein Studierender ohne Abschlussmöglichkeit bleiben werde.

Der Arbeitsmarkt für Architektinnen und Architekten bleibt weiterhin robust: Allein auf dem Stellenportal der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen wurden seit dem 1. September 125 offene Stellen ausgeschrieben. Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs sind laut Angaben stark nachgefragt – was die Entscheidung der Universität zusätzlich erschwert.

Die geplanten Änderungen sollen über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren schrittweise umgesetzt werden. Die Universität betont, dass die finanziellen Kürzungen die Studienbedingungen der aktuellen Studierenden nicht beeinträchtigen werden. Die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Studiengangs hängt vom überarbeiteten, nachhaltigkeitsorientierten Konzept der Fakultät ab.

Quelle