Bernd Tischler verlässt Bottrops Rathaus nach 36 Jahren im Dienst der Stadt
Finn HoffmannBernd Tischler verlässt Bottrops Rathaus nach 36 Jahren im Dienst der Stadt
Bernd Tischler ist nach 16 Jahren als Oberbürgermeister von Bottrop und 36 Jahren in der Stadtverwaltung zurückgetreten. Bei einer Abschiedsfeier mit über 300 Gästen – darunter Landesvertreter und lokale Führungskräfte – wurde sein langjähriges Engagement gewürdigt. Sein Ausscheiden markiert das Ende einer Karriere, die von großen Projekten und nachhaltigen Veränderungen für die Stadt geprägt war.
Tischler trat 1989 als ausgebildeter Raumplaner in den Dienst der Bottroper Verwaltung ein. 2009 übernahm er das Amt des Oberbürgermeisters, das er bis zu seiner Ankündigung, bei den Wahlen Mitte September nicht mehr anzutreten, innehatte. Sein letzter Arbeitstag wird Ende Oktober sein.
Eines seiner bedeutendsten Vorhaben war das Projekt InnovationCity Bottrop, das zu einem Markenzeichen seiner Amtszeit wurde. Unter seiner Führung verzeichnete die Stadt ein wirtschaftliches Wachstum: Seit 2009 entstanden 8.000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Zudem setzte er sich für mehr Vielfalt in Führungspositionen ein – der Frauenanteil in höheren Funktionen stieg von 18,5 Prozent im Jahr 2009 auf 45 Prozent im Jahr 2025.
Bei der Abschiedsveranstaltung würdigten Nordrhein-Westfalens Bildungsministerin Dorothee Feller und Regierungspräsident Andreas Bothe gemeinsam mit Bürgern Tischlers Wirken. In den Reden wurde sein offenes Wesen, seine Fähigkeit zuzuhören und sein Talent, Kompromisse zu finden, hervorgehoben. Der Abend endete mit einem musikalischen Finale, bei dem das Bergmannslied Steigerlied erklang, gefolgt von stehenden Ovationen.
Tischler dankte den Bottroper Bürgern für ihre Unterstützung und bezeichnete es als Privileg, die Stadt vertreten zu dürfen. Rückblickend beschrieb er seine Amtszeit als eine Phase des Wandels, geprägt von Zusammenarbeit und einer gemeinsamen Vision für die Zukunft.
Tischlers Abschied hinterlässt ein Erbe aus wirtschaftlichem Fortschritt und inklusiver Führung. Nun bereitet sich die Stadt auf einen Wechsel vor, da sein Nachfolger nach den Septemberwahlen das Amt übernehmen wird. Sein Einfluss auf Bottrops Entwicklung – von der Schaffung von Arbeitsplätzen bis zur Gleichstellung in Führungspositionen – wird noch lange als Maßstab gelten.






