31 March 2026, 10:08

Bielefelds neues Jugendgerichtszentrum setzt auf Prävention statt Strafe

Gruppe von Kindern auf einem Basketballfeld mit Papiertüten in den Händen, mit Vorräten auf dem Boden, einer Tafel mit Text links und einem eingezäunten Outdoor-Bereich mit Gebäuden, Hügeln und Himmel im Hintergrund.

Bielefelds neues Jugendgerichtszentrum setzt auf Prävention statt Strafe

Bielefeld eröffnet erstes Jugendgerichtszentrum – achte Einrichtung dieser Art in NRW

Bielefeld hat sein erstes Jugendgerichtszentrum eröffnet und ist damit die achte Stadt in Nordrhein-Westfalen mit einer solchen Einrichtung. Das neue Zentrum, das in der Nähe des Hauptbahnhofs liegt, vereint Staatsanwaltschaft, Polizei und Jugendhilfe unter einem Dach. Ziel ist es, Jugendkriminalität durch abgestimmte Unterstützung und Rechtsaufklärung für junge Straftäter einzudämmen.

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Das Konzept der Jugendgerichtszentren entstand 2009 in Köln, gefolgt von Paderborn im Jahr 2012. Mittlerweile gibt es solche Einrichtungen landesweit, die jährlich zwischen 1.200 und 1.500 junge Menschen begleiten. Allein in Paderborn werden pro Jahr etwa 50 Jugendliche betreut, während die Gesamtkapazität aller Zentren bei rund 400 Plätzen liegt.

Das Bielefelder Zentrum konzentriert sich auf junge Wiederholtäter. Statt auf klassische Strafen setzt es auf intensive Betreuung, um ihnen rechtliche Grenzen und Konsequenzen zu vermitteln. Polizei, Staatsanwälte und Sozialarbeiter arbeiten eng zusammen, um für jeden Fall maßgeschneiderte Maßnahmen zu entwickeln.

Dieses Modell hat sich zu einem zentralen Baustein der nordrhein-westfälischen Strategie gegen Jugendkriminalität entwickelt. Zwar gibt es keine konkreten Daten zur Erfolgquote bei der Kriminalprävention, doch die strukturierte Zusammenarbeit gilt als bewährte Methode im Umgang mit jugendlichen Straftätern. Ein neuntes Zentrum in Duisburg ist für die nahe Zukunft geplant.

Das neue Jugendgerichtszentrum in Bielefeld reiht sich damit in sieben bestehende Einrichtungen im Land ein. Durch die Kombination aus rechtlicher Aufsicht und sozialer Unterstützung soll die Rückfallquote bei jungen Menschen gesenkt werden. Der Ausbau des Konzepts schreitet voran – bald folgt eine weitere Einrichtung in Duisburg.

Quelle