CDU fordert Solinger Verwaltung zum Umstieg auf Open-Source-Software auf
Ben KönigCDU fordert Solinger Verwaltung zum Umstieg auf Open-Source-Software auf
Die CDU-Fraktion im Solinger Stadtrat will eine Debatte über digitale Souveränität in der Stadtverwaltung anstoßen. Die Partei setzt sich für eine Überprüfung der aktuellen Nutzung proprietärer Software ein und lotet Möglichkeiten für einen Umstieg auf Open-Source-Alternativen aus.
Die Fraktion hat eine Anfrage eingereicht, um die Haltung der Verwaltung zu Open-Source-Software zu klären. Darin wird gefragt, ob ein schrittweiser Wechsel Abhängigkeiten verringern und die Systemkompatibilität verbessern könnte.
Zudem verlangt die CDU Auskunft über den Anteil von Software-as-a-Service-Produkten (SaaS), abonnementbasierten Tools und zeitlich befristeten Lizenzen im Einsatz. Gefordert wird eine vollständige Liste aller derzeit in Verwaltung und städtischen Unternehmen genutzten proprietären Programme.
Ein weiterer Schwerpunkt sind die Kosten. Die Anfrage verlangt Jahresausgaben für die wichtigsten proprietären Lösungen. Als Beispiel für hohe Lizenzgebühren führt die CDU die vom Bund geplanten 500 Millionen Euro für Microsoft im Jahr 2025 an.
Die Partei verweist auf Schleswig-Holstein und München, wo Open-Source-Migrationen bereits erprobt wurden. Sie argumentiert, bundesweit werde die starke Abhängigkeit öffentlicher Einrichtungen von wenigen globalen Softwareanbietern kritisch diskutiert.
Die CDU fordert einen detaillierten Überblick über die Nutzung proprietärer Software und mögliche Schritte für einen schrittweisen Umstieg auf Open-Source-Lösungen. Ziel ist es, Kosten zu senken und die Kontrolle über die digitale Infrastruktur der Solinger Verwaltung zu stärken.
