Deutschlandticket wird teurer – doch die Nachfrage bleibt stabil
Deutschlands beliebtes Deutschlandticket kostet nun 58 Euro pro Monat – eine Erhöhung um 18 Prozent gegenüber den bisherigen 49 Euro. Die Preisanpassung trat am 1. Januar 2025 in Kraft, doch die Nachfrage nach dem bundesweiten Nahverkehrsticket bleibt unvermindert hoch. Bisher wurden keine nennenswerten Kündigungswellen gemeldet.
Mit dem Deutschlandticket können Fahrgäste unbegrenzt Busse und Regionalzüge in ganz Deutschland nutzen, nicht jedoch Fernverkehrsangebote wie ICE oder IC. Noch vor der Preiserhöhung hatten Umfragen gezeigt, dass viele Nutzer:innen preissensibel reagieren. Eine Studie warnte sogar, dass eine Erhöhung um 10 Euro zu einem Rückgang der Abonnements um 10,3 bis 21,1 Prozent führen könnte.
In Nordrhein-Westfalen verzeichnete der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) nach der Preiserhöhung sogar einen neuen Rekord bei den Abonnements. Zudem reformierte der Verbund im März 2025 sein Tarifsystem: Fünf Ticketarten wurden abgeschafft, und die Zahl der Tarifzonen wurde reduziert. Andere regionale Verkehrsverbünde zogen mit eigenen Preisanpassungen nach: Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) erhöhte seine Tarife im Schnitt um 5,9 Prozent, während der Aachener Verkehrsverbund (AVV) die Preise um 5,75 Prozent anhob.
Der Westfalentarif hingegen beließ seine Preise zu Jahresbeginn 2025 unverändert. Allerdings hatte der Verbund bereits im August 2024 eine durchschnittliche Erhöhung von 6,25 Prozent vorgenommen.
Trotz des nun auf 58 Euro gestiegenen Preises bleibt die Zahl der Kündigungen bisher hinter den Befürchtungen zurück. In wichtigen Regionen haben die Verkehrsverbünde ihre Tarife angepasst – teilweise mit Rekordzahlen bei den Abonnements. Das Ticket ermöglicht weiterhin unbegrenztes Fahren im Nahverkehr, wenn auch zu höheren Kosten.






