Feuerwehr Düren setzt neue Dekontaminationseinheit gegen Krebsrisiken ein
Finn HoffmannFeuerwehr Düren setzt neue Dekontaminationseinheit gegen Krebsrisiken ein
Die Feuerwehr Düren hat eine neue Dekontaminationseinheit eingeführt, um Feuerwehrleute vor schädlichen Stoffen zu schützen. Das spezielle Fahrzeug hilft, die Belastung durch krebserregende Rückstände zu verringern, die nach Bränden zurückbleiben. Nach ersten Praxistests in diesem Jahr ist es nun im regulären Einsatz.
Feuerwehrkräfte sind regelmäßig gesundheitlichen Risiken durch Rauchgasinhalation und giftige Rückstände ausgesetzt. Diese Gefahren können lange nach dem Löschen eines Brandes an Kleidung und Ausrüstung haften. Um dem entgegenzuwirken, hat die Feuerwehr die neue Einheit in Betrieb genommen, die gemeinsam von der Löschgruppe Merken und dem Zentralzug betrieben wird.
Das Fahrzeug ermöglicht es den Einsatzkräften, kontaminierte Schutzkleidung sicher abzulegen, sich gründlich zu reinigen und in einer geschützten Umgebung mit sauberer Kleidung auszustatten. Zudem unterstützt es ein gestuftes Hygieneprotokoll, das sicherstellt, dass verschmutzte Ausrüstung separat verpackt und zur professionellen Reinigung gegeben wird. Dadurch wird eine Kreuzkontamination zwischen Personal und Material während des Transports verhindert.
Die Dekontaminationsstrategie baut auf früheren Sicherheitsverbesserungen auf. Bereits 2022 hatte die Feuerwehr ihre Schutzkleidung modernisiert, um den Arbeitsschutz kontinuierlich zu verbessern.
Die neue Einheit stärkt die Fähigkeit der Feuerwehr, Langzeitrisiken für die Gesundheit der Einsatzkräfte zu minimieren. Sie gewährleistet, dass kontaminierte Materialien sicher behandelt werden und das Personal mit gereinigter Ausrüstung wieder zum Dienst antreten kann. Für Rückfragen steht die Feuerwehr Düren unter der Telefonnummer +49 2421 9769-1114 zur Verfügung.
