Freie Wähler NRW fordern radikale Reformen in der Kita-Ausbildung und Personalpolitik
Nina BauerFreie Wähler NRW fordern radikale Reformen in der Kita-Ausbildung und Personalpolitik
Die Freien Wähler Nordrhein-Westfalen (FREIE WÄHLER NRW) haben umfassende Reformen für die Ausbildung und Personalstruktur in der Kinderbetreuung vorgeschlagen. Ziel der Pläne ist es, die Qualitätsstandards zu erhöhen und den Beruf für Nachwuchskräfte attraktiver zu gestalten.
Die Partei setzt sich dafür ein, die bisher stark theorielastige schulische Ausbildung von Erzieher:innen und staatlich anerkannten Sozialpädagog:innen abzuschaffen. Stattdessen soll die praxisintegrierte Ausbildung flächendeckend ausgebaut werden.
Zudem fordert die Vereinigung eine verbindliche Mindestausbildungsquote von 25 Prozent für Träger von Kindertageseinrichtungen, die an qualifizierte Personalstandards geknüpft sein soll. Gleichzeitig schlagen die Freien Wähler vor, die Betreuungsschlüssel an wissenschaftlich empfohlene Maßstäbe anzupassen und damit zu verbessern.
Um den Fachkräftemangel weiter zu bekämpfen, soll das Studium der Kindheitspädagogik als vergütete duale Ausbildung gestaltet werden. Außerdem plädieren sie für eine deutliche Ausweitung der Ausbildungsplätze an öffentlichen und privaten Fachschulen für Sozialpädagogik. Eine leistungsorientierte Bezahlung gilt als zentraler Hebel, um die Berufsausbildung attraktiver zu machen.
Die geplanten Änderungen würden die Kinderbetreuung grundlegend reformieren – von der Ausbildung bis zu den Arbeitsbedingungen. Mehr Praxisbezug, bessere Personalschlüssel und attraktivere Gehaltsstrukturen könnten dem aktuellen Fachkräftemangel entgegenwirken. Gleichzeitig würde die Ausbildung so modernisiert, dass sie aktuellen bildungspolitischen Anforderungen gerecht wird.
