Heino sorgt mit Solidaritätskonzert für Feuerwehrmann für politische Debatte
Sophia FrankeHeino sorgt mit Solidaritätskonzert für Feuerwehrmann für politische Debatte
Sänger Heino gibt Solidaritätskonzert in Bad Belzig nach Sanktionen gegen Feuerwehrmann
Der deutsche Schlagersänger Heino veranstaltete in Bad Belzig ein Solidaritätskonzert, nachdem ein örtlicher Feuerwehrmann wegen des Abspielens einer umstrittenen Version der Nationalhymne mit Konsequenzen konfrontiert wurde. Rund 800 Besucher nahmen teil, einige skandierten während des Auftritts Parolen. Die Veranstaltung hat eine Debatte über politische Haltungen und Meinungsfreiheit ausgelöst.
Anlass für das Konzert war die Entbindung von Richard Mänder, Feuerwehrmann aus Bad Belzig, von seinen Aufgaben bei einer Feuerwehrmeisterschaft. Ihm wurde vorgeworfen, die erste Strophe des Deutschlandlieds gespielt zu haben – eine Fassung, die mit der NS-Zeit assoziiert wird. Mänder bestreitet Verbindungen zur rechtsextremen Szene und bezeichnet die Strafe als ungerechtfertigt.
Heino, bekannt für traditionelle deutsche Lieder, kritisierte die Behandlung Mänders und organisierte das Konzert als Zeichen der Unterstützung. Sein Manager, Helmut Werner, bezeichnete die Veranstaltung als Protest gegen "unfairen Sanktionen". Kritiker werfen Heino jedoch Sympathien für rechtspopulistische Positionen vor – Vorwürfe, die Werner zurückweist.
Das Publikum sang bei Klassikern wie Schwarzbraun ist die Haselnuss mit und feierte Layla, einen Song, der zuvor wegen sexistischer Texte in der Kritik stand. Einige Männer skandierten während des Auftritts Ostdeutschland, Ostdeutschland!. Der AfD-Abgeordnete Lars Schieske lobte das Konzert später als "starkes Gemeinschaftserlebnis".
Mänder plant nun, eigene jährliche Feuerwehr-Sportmeisterschaften auszurichten. Dieser Schritt könnte die bestehenden Spannungen im Feuerwehrverband vertiefen, auch wenn es bisher keine offiziellen Änderungen zu seinem juristischen oder politischen Status gibt.
Das Konzert zeigte die Spannungen zwischen Meinungsfreiheit und historischem Bewusstsein auf. Mänders künftige Veranstaltungen könnten die Einheit der deutschen Feuerwehrgemeinschaft weiter auf die Probe stellen. Bisher wurden gegen ihn keine weiteren Maßnahmen ergriffen – abgesehen von seiner anfänglichen Suspendierung.






