Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für sein gesellschaftliches Engagement
Finn HoffmannHerbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für sein gesellschaftliches Engagement
Der Sänger Herbert Grönemeyer ist mit dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung für sein gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet worden. Der Preis, der jährlich von der Deutschen Nationalstiftung verliehen wird, würdigt Persönlichkeiten und Organisationen, die sich für eine demokratische Gesellschaft einsetzen. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 50.000 Euro dotiert.
In seiner Dankesrede kritisierte der 70-Jährige Politiker für ihre mangelnde Kommunikation mit der Bevölkerung in den vergangenen zwei Jahrzehnten. Den Regierungsstil der aktuellen Ampelkoalition verglich er mit einem chaotischen Verkehrslicht. Besonders nannte er dabei Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeskanzler Olaf Scholz, denen er Schweigen und fehlende Klarheit vorwarf.
Grönemeyer rief zu mehr bürgerlichem Engagement auf und forderte die Menschen dazu auf, Eigeninitiative zu zeigen. Er setzte sich für den Aufbau einer Bewegung ein, in der sich die Menschen gegenseitig unterstützen. Zur Veranschaulichung verwies er auf die Fußballer Felix Nmecha und Aleksandar Pavlović, die auf dem Platz zusammenarbeiten.
Er erinnerte zudem an das Jahr 2015, als Deutschland Geflüchteten in Not die Türen öffnete. In seiner gesamten Rede betonte er eine optimistische Grundhaltung und lehnte eine ängstliche Haltung gegenüber der Zukunft ab.
Die Deutsche Nationalstiftung ehrte Grönemeyer für sein langjähriges gesellschaftliches Wirken. In seiner Rede unterstrich er die Notwendigkeit besserer Kommunikation, zivilgesellschaftlichen Handelns und Solidarität. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 50.000 Euro verbunden.
