Invasive Marderhunde überrennen den Heidekreis – Jäger schlagen Alarm
Finn HoffmannInvasive Marderhunde überrennen den Heidekreis – Jäger schlagen Alarm
Waschbärenartige Hunde breiten sich im Heidekreis rasant aus – Jäger kommen allein nicht mehr nach
Die Population der Waschbärenartigen Hunde (auch Marderhund genannt) im Heidekreis wächst so schnell, dass örtliche Jäger die Lage nicht mehr allein in den Griff bekommen. Die ursprünglich aus Nordamerika stammende, invasive Art hat besonders in Munster einen deutlichen Anstieg verzeichnet: In dieser Saison wurden dort bereits über 70 Tiere erlegt – im Vorjahr waren es nur 26. Experten warnen, dass die Tiere zunehmend Probleme für heimische Wildtiere und Anwohner verursachen.
Die Bestände der Waschbärenartigen Hunde im Heidekreis haben ein Ausmaß erreicht, das lokale Bekämpfungsmaßnahmen überfordert. Peter Westermann, Vorsitzender des Jägerverbandes, zeigt sich besorgt über die zunehmende Ausbreitung in Munster. Er bezeichnet die Art als invasiv und betont die Dringlichkeit gezielter Gegenmaßnahmen.
Seit Beginn der Jagdsaison am 1. April wurden in Munster bereits mehr als 70 Waschbärenartige Hunde erlegt – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 26 Tieren des Vorjahres. Die Tiere übernehmen bekanntlich Nester heimischer Arten wie Vögel oder Eichhörnchen und stören so das ökologische Gleichgewicht.
Doch nicht nur die Natur leidet: Immer häufiger dringen die Waschbärenartigen Hunde auch in menschliche Siedlungen vor. Sichtungen in Dachböden, Schornsteinen oder Gartenhäuschen häufen sich. Anwohner berichten von Nachbarschaftsstreitigkeiten, da einige die Tiere füttern, während andere mit den Folgen ihrer unkontrollierten Ausbreitung zu kämpfen haben.
Als Reaktion hat der Landkreis nun finanzielle Unterstützung für die Jägerverbände zugesagt, um die Situation in den Griff zu bekommen. Die Mittel sollen die Last für die lokalen Jäger verringern und die Population der Waschbärenartigen Hunde eindämmen, bevor sich die Lage weiter verschärft.
Mit der finanziellen Förderung des Landkreises sollen die Jäger bei der Bekämpfung der invasiven Art unterstützt werden. Nach über 70 erlegten Tieren allein in dieser Saison in Munster liegt der Fokus darauf, weitere ökologische und städtische Störungen zu verhindern. Die Behörden beobachten die Entwicklung weiterhin genau, während sich die Tiere immer weiter ausbreiten.






