IW-Chef Hüther warnt: SPD-Pläne zur Erbschaftssteuer gefährden Familienbetriebe und Arbeitsplätze

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Ein detaillierter Grundrissplan des ehemaligen Bundeskanzleramts, der den Aufbau des Gebäudes mit verschiedenen Räumen und Textanmerkungen zeigt.Admin User

IW-Chef Hüther warnt: SPD-Pläne zur Erbschaftssteuer gefährden Familienbetriebe und Arbeitsplätze

Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), hat die von der SPD geplanten Änderungen der Erbschaftsteuer scharf kritisiert. Er warnte, dass der Vorschlag Unternehmen und Arbeitsplätze aus Deutschland vertreiben könnte. Seine Äußerungen fielen in einem Kontext, in dem er zugleich schnellere Unternehmenssteuersenkungen forderte, um die schwächelnde Wirtschaft zu stärken.

Hüther argumentierte, dass ein steuerfreier Freibetrag von fünf Millionen Euro für Unternehmenserben die Attraktivität Deutschlands als Wirtschaftsstandort schwächen würde. Die SPD-Pläne würden seiner Meinung nach mittelständische Familienbetriebe mit hohen Steuerlasten belasten und ihre Überlebensfähigkeit gefährden.

Gleichzeitig drängte er die Bundesregierung, die für 2028 geplanten Senkungen der Unternehmenssteuern vorzuziehen. CDU-Chef Friedrich Merz hatte diese Kürzungen bereits auf einem Parteitag in Mainz angekündigt, während Hüthers Institut vorschlug, sie bereits Mitte 2026 in Kraft zu setzen. Hüther setzte sich zudem für die Abschaffung des Solidaritätszuschlags und umfassendere Steuerentlastungen ein – nicht nur für Senkungen der Stromsteuer. Trotz der Herausforderungen sieht Hüther Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung. Er prognostizierte für Deutschland im Jahr 2023 ein Wachstum von einem Prozent, betonte jedoch, dass weitere Reformen nötig seien, um langfristige Stabilität zu sichern.

Hüthers Warnungen unterstreichen die potenziellen Risiken der SPD-Pläne zur Erbschaftsteuer für Familienunternehmen und die Gesamtwirtschaft. Sein Appell für frühere Steuersenkungen und breitere Entlastungen spiegelt die Sorge um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands wider. Die Debatte verlagert sich nun darauf, ob die Regierung vor 2026 auf diese Vorschläge reagieren wird.

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