17 March 2026, 02:05

Kerendia-Durchbruch: Pharmakonzern hofft auf erweiterte FDA-Zulassung trotz Finanzkrisen

Weißer Hintergrund mit fettem grünem Text, der "single use support pioneering biopharma" liest.

Kerendia-Durchbruch: Pharmakonzern hofft auf erweiterte FDA-Zulassung trotz Finanzkrisen

Ein großer Pharmakonzern hat vielversprechende Ergebnisse für sein Medikament Kerendia bekannt gegeben und damit bei Investoren Optimismus ausgelöst. Der jüngste Erfolg in der klinischen Studie könnte den Einsatz des Wirkstoffs auf eine deutlich größere Patientengruppe ausweiten. Doch finanzielle Schwierigkeiten und anhaltende Rechtsstreitigkeiten belasten das Unternehmen weiterhin.

Ursprünglich war Kerendia nur für Nierenpatienten mit Typ-2-Diabetes und bestimmten Herzinsuffizienz-Erkrankungen zugelassen. Nun zeigt die FIND-CKD-Studie, dass das Medikament auch bei Erwachsenen mit nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung wirkt und sein primäres Studienziel erreicht hat. Dieser Durchbruch ebnet den Weg für eine erweiterte Zulassung durch die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA, die das Unternehmen nun beantragen will.

Die Nachricht trieb den Aktienkurs um 4,71 % auf 40,25 Euro in die Höhe, da Anleger das Potenzial eines deutlich größeren Patientenmarktes einpreisten. Dennoch bleibt die finanzielle Lage des Konzerns prekär: Ein Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025 und eine Nettoverschuldung von fast 30 Milliarden Euro unterstreichen die tiefgreifenden Herausforderungen. Hohe Prozesskosten haben die Liquiditätsreserven aufgezehrt und die Belastung weiter verschärft.

Auch rechtlich steht das Unternehmen vor Unsicherheiten. Der US-Supreme Court wird voraussichtlich bis Mitte Juni 2026 über Warnhinweise für das Unkrautvernichtungsmittel Roundup und den Schutz der Glyphosat-Lieferungen entscheiden. Dieses Urteil wird zeigen, wie groß die verbleibenden juristischen Risiken sind – und hält die Investoren in Atem.

Während die Fortschritte bei Kerendia Hoffnung machen, bleibt die Gesamtlage des Unternehmens komplex. Eine erweiterte Zulassung könnte erhebliches Wachstum ermöglichen, doch die finanziellen und rechtlichen Probleme sind noch lange nicht gelöst.

Der Konzern bereitet nun die Einreichung des Antrags auf erweiterte FDA-Zulassung für Kerendia vor. Bei einer Genehmigung könnte sich der Markt für das Medikament deutlich ausweiten. Gleichzeitig wird das anstehende Urteil des Supreme Court die rechtliche Zukunft des Unternehmens prägen – und damit auch seine finanzielle Erholung.

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