Kplus Gruppe beantragt Schutzschirmverfahren für ihre Krankenhäuser in NRW
Finn HoffmannKplus Gruppe beantragt Schutzschirmverfahren für ihre Krankenhäuser in NRW
Kplus Gruppe GmbH beantragt Eigenverwaltung zur Sanierung am Amtsgericht Wuppertal
Die Kplus Gruppe GmbH hat beim Amtsgericht Wuppertal ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Betroffen sind ihre Krankenhäuser in Solingen, Hilden und Haan sowie die Holdinggesellschaft und zwei Tochterunternehmen. Der Betrieb in den Einrichtungen läuft während des Verfahrens wie gewohnt weiter.
Die St.-Lukas-Klinik Solingen, das St.-Josef-Krankenhaus Hilden und das St.-Josef-Krankenhaus Haan stehen nun unter dem Schutzschirm des Sanierungsverfahrens. Eingeschlossen sind auch die Kplus Gruppe GmbH und die Genesis GmbH. Das Unternehmen bleibt zwar zahlungsfähig, leitete die Maßnahmen jedoch ein, um die finanzielle Stabilität zu sichern und eine mögliche Insolvenz noch in diesem Jahr abzuwenden.
Das Verfahren ermöglicht die Überprüfung bestehender Verträge sowie die Neuverhandlung von Vereinbarungen. Die Gehälter der Mitarbeiter werden für drei Monate von der Bundesagentur für Arbeit abgesichert. Im Rahmen des Plans sollen die Fachabteilungen der St.-Lukas-Klinik in Solingen bis Anfang nächsten Jahres nach Hilden und Haan verlegt werden.
Nicht betroffen von den Sanierungsmaßnahmen sind das St.-Remigius-Krankenhaus Leverkusen-Opladen, neun Senioreneinrichtungen, medizinische Versorgungszentren, Therapieeinrichtungen sowie das Katholische Bildungszentrum Haan.
Der Schutzschirm stellt sicher, dass die Krankenhäuser und zugehörigen Dienstleistungen ohne Unterbrechung weiterarbeiten können. Ziel des Verfahrens ist es, die finanzielle Lage der Kplus Gruppe zu stabilisieren, während gleichzeitig die Patientenversorgung und die Bezahlung der Mitarbeiter gesichert bleiben. Die geplanten Verlegungen und Vertragsprüfungen erfolgen unter gerichtlicher Aufsicht.
