17 March 2026, 06:07

Mönchengladbach trotzt dem Insolvenz-Trend mit klarem Wirtschaftswachstum 2024

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung angibt.

Mönchengladbach trotzt dem Insolvenz-Trend mit klarem Wirtschaftswachstum 2024

Mönchengladbach hat sich 2024 gegen den regionalen Trend gestellt und einen bemerkenswerten Rückgang der Insolvenzen verzeichnet. Während die Unternehmenspleiten bundesweit um 8 bis 10 Prozent stiegen und in Nordrhein-Westfalen sogar um 23,4 Prozent in die Höhe schnellten, verzeichnete die Stadt einen Rückgang der Firmeninsolvenzen um 8 Prozent und bei Privatinsolvenzen um 9 Prozent. Diese wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit fällt mit dem Aufstieg Mönchengladbachs auf Platz 27 im IW-Dynamikranking 2024 zusammen, das das Wachstum in 401 deutschen Regionen misst.

Der wirtschaftliche Wandel der Stadt weg von der traditionellen Textilindustrie hat maßgeblich zu dieser Stabilität beigetragen. Seit 2015 hat Mönchengladbach seine Wirtschaft in den Bereichen Logistik, Gesundheitswesen, Biotechnologie und Maschinenbau ausgebaut – Sektoren, die mittlerweile über 40 Prozent der neuen Arbeitsplätze stellen. Mit einem jährlichen BIP-Wachstum von 3,2 Prozent übertrifft die Stadt vergleichbare NRW-Städte wie Krefeld oder Oberhausen, die im Schnitt nur 2,1 Prozent erreichen.

Um diesen Schwung zu halten, setzt die Stadt auf große Projekte wie den Wissens- und Innovationscampus, die Modernisierung der Textilfabrik 7.0 und einen neuen Gewerbepark am Flughafen. Die Hochschule Niederrhein und starke mittelständische Unternehmen sorgen zudem für einen kontinuierlichen Zustrom an Fachkräften und festigen so die Position Mönchengladbachs.

Anders als in Nachbarregionen, wo die Insolvenzen um 6 bis 19 Prozent stiegen, ist Mönchengladbach die einzige Großstadt im Regierungsbezirk Düsseldorf, die einen Rückgang verzeichnete. Die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren sank um 7,8 Prozent, während der kommunale Gewerbesteuerhebesatz seit 2016 stabil bei 490 Prozent blieb – Faktoren, die vermutlich das Vertrauen der Unternehmen stärken.

Die wirtschaftliche Strategie Mönchengladbachs, die auf Diversifizierung und Infrastruktur setzt, hat die Stadt in einem schwierigen Jahr hervorstechen lassen. Mit sinkenden Insolvenzzahlen und wachsenden Zukunftsbranchen bietet ihr Ansatz ein Modell für Stabilität in einer Region, die mit breiten finanziellen Herausforderungen konfrontiert ist. Laufende Projekte und eine qualifizierte Belegschaft bleiben entscheidend, um diesen Kurs zu halten.

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