Solingen fordert faire Finanzierung der Notfallversorgung und widerlegt Kostenvorwürfe
Nina BauerSolingen fordert faire Finanzierung der Notfallversorgung und widerlegt Kostenvorwürfe
Solingen stellt sich den Sorgen über steigende Notfalldienstkosten und die Finanzierung der Notfallversorgung
Die Stadt Solingen wehrt sich gegen Vorwürfe, Kommunen trügen die Schuld an den wachsenden Ausgaben in diesem Bereich. Gleichzeitig betont sie die Notwendigkeit eines fairen und nachhaltigen Finanzierungsmodells.
Die Stadtverwaltung erklärte, dass die Standards im Rettungsdienst auf gesetzlich vorgeschriebenen Versorgungsplänen basieren, die gemeinsam mit Krankenkassen und regionalen Behörden entwickelt werden. Zudem präzisierte Solingen, dass ein „Fehlalarm“ Fälle bezeichnet, in denen ein Rettungswagen vor Ort medizinische Hilfe leistet, der Patient jedoch nicht ins Krankenhaus transportiert wird.
Solingen widerspricht der Behauptung, die Gemeinden würden durch eine Ausweitung der Leistungen für die steigenden Kosten verantwortlich sein. Stattdessen fordert die Stadt eine gemeinsame Auswertung der geplanten Qualitätsprüfungsphase und ruft alle Beteiligten zur Mitwirkung auf. Besonders kritisiert wird das aktuelle Finanzierungssystem, das die Realität der modernen Notfallversorgung nicht abbildet – etwa wenn umfangreiche Behandlungen direkt am Einsatzort erfolgen.
Für das Jahr 2026 wurde zwar eine vorübergehende Vereinbarung zwischen den kommunalen Spitzenverbänden und den gesetzlichen Krankenkassen getroffen. Dennoch begrüßt Solingen die von der Bundesregierung geplanten Reformen, besteht jedoch darauf, dass eine vollständige Kostenerstattung für alle Notfalldienste garantiert werden muss.
Ziel der Stadt ist es, eine schnelle, zugängliche und hochwertige Notfallversorgung für die Bürgerinnen und Bürger zu sichern. Dafür sollen Verantwortung, Qualitätsstandards und Finanzierung in Einklang gebracht werden. Solingen macht deutlich: Langfristige Lösungen erfordern die Einbindung aller Akteure in die Debatte.
