VHS Essen gedenkt Fritz Langs mit kostenlosem Filmvortrag am 26. März
Finn HoffmannVHS Essen gedenkt Fritz Langs mit kostenlosem Filmvortrag am 26. März
Volkshochschule Essen veranstaltet kostenlosen Vortrag und Filmabend am 26. März
Am Donnerstag, dem 26. März, um 19 Uhr lädt die Volkshochschule (VHS) Essen zu einer kostenlosen Veranstaltung mit Vortrag und Filmausschnitten ein. Anlass ist der 50. Todestag des Regisseurs Fritz Lang – im Mittelpunkt steht die gesellschaftskritische Tiefe seiner Filme aus der Weimarer Republik.
Der Historiker und Soziologe Torsten Reters wird den Abend im VHS-Zentrum nahe dem Burgplatz gestalten. In seinem Vortrag analysiert er, wie Langs Werke – darunter Dr. Mabuse, der Spieler und Metropolis – die Ängste und Sehnsüchte ihrer Zeit widerspiegelten: eine Gesellschaft, die nach Ordnung, Autorität und starker Führung strebte. Diese Tendenzen wurden später vom Filmkritiker Siegfried Kracauer eingehend untersucht.
Kracauer deutete Langs Filme als kollektive Projektionen einer labilen Demokratie. In M – Eine Stadt sucht einen Mörder entlarvte der Regisseur urbane Ängste, Medienhysterie und moralischen Verfall – Themen, die den Nährboden für den Nationalsozialismus vorbereiteten. Der Vortrag zeigt auf, wie diese filmischen Motive die politische Radikalisierung der 1930er-Jahre vorwegnahmen.
Die Veranstaltung ist öffentlich und umfasst Ausschnitte aus Langs prägendsten Werken. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, über den historischen Kontext der Filme und ihre bis heute nachwirkende Bedeutung zu diskutieren.
Der Abend fällt mit dem 50. Todestag Fritz Langs zusammen. Durch die Auseinandersetzung mit seinen Weimarer Filmen soll deutlich werden, wie das Kino verborgene gesellschaftliche Brüche offenlegen kann. Die Veranstalter laden alle Film- und Politikinteressierten herzlich ein.






