Volkswagen kämpft 2023 mit massiven Logistik-Krisen in Europa und zieht Konsequenzen
Finn HoffmannVolkswagen kämpft 2023 mit massiven Logistik-Krisen in Europa und zieht Konsequenzen
Volkswagen Group Logistics stand 2023 vor großen Herausforderungen durch flächendeckende Störungen in der Fahrzeugverteilung und im Transportwesen in Europa. Engpässe bei RoRo-Schiffen und Unterbrechungen im Schienenverkehr führten zu anhaltenden Kapazitätslücken in der Logistik. Das Unternehmen ergreift nun Maßnahmen, um sich besser auf künftige Krisen vorzubereiten.
Im Jahr 2023 betrafen Transportengpässe die Schifffahrt, das Schienennetz und das Straßennetz. Die Group Logistics reagierte, indem sie Fahrzeuge von der Schiene auf die Straße verlagerte, direkte Lkw-Kapazitäten sicherte und den Einsatz von RoRo-Schiffen ausbaute. Diese Schritte halfen, den Druck auf die Lieferketten in einem turbulenten Jahr zu verringern.
Die Sparte bewältigte zudem Halbleiterknappheiten, indem sie Chips gezielt zuwies und Steuerungsverantwortliche für jede Produktionsphase benannte. Bei weiteren Störungen – etwa verlängerten Transitzeiten im Roten Meer oder Streiks der Deutschen Bahn – setzte das Team auf außergewöhnliche Transportlösungen und Bestandsstrategien, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Um die Widerstandsfähigkeit zu stärken, optimiert Volkswagen Group Logistics nun die Kapazitätsplanung und Prognoseinstrumente. Neue Auftrags- und Transportmanagementsysteme sowie gemeinsame Datennetzwerke wie Catena-X sollen die Transparenz entlang der Lieferkette erhöhen. Zudem wird die Nachverfolgung kritischer Komponenten – darunter Batteriematerialien – ausgeweitet.
Simon Motter, Geschäftsführer der Volkswagen Group Logistics, hob die Fähigkeit des Teams hervor, unter Druck besonnen zu bleiben. Er lobte deren Kreativität bei der Suche nach Alternativen in Krisenzeiten und betonte die Notwendigkeit, künftige logistische Herausforderungen besser vorwegzunehmen.
Das Unternehmen sieht sich weiterhin mit Störungen in Schifffahrt, Betrieb und Fahrzeuglogistik konfrontiert. Durch verbesserte Planung, Prognosen und Lieferketten-Transparenz sollen künftige Engpässe jedoch reduziert werden. Die Erfahrungen vergangener Krisen haben die Anpassungsfähigkeit und Reaktionsschnelligkeit des Teams gestärkt.






