10 April 2026, 22:06

Vonovia bietet Bundeswehr moderne Unterkünfte – und will Wohnungsbau beschleunigen

Schwarzes und weißes Foto einer Gruppe von Männern in deutschen Militäruniformen aus dem Ersten Weltkrieg, die vor einem Haus mit Bäumen im Hintergrund auf Stühlen sitzen.

Vonovia bietet Bundeswehr moderne Unterkünfte – und will Wohnungsbau beschleunigen

Deutschlands Immobiliensektor erlebt einen Aufschwung – dank besserer Bedingungen im Wohnungsbau. Der größte Vermieter des Landes, Vonovia, hat nun angeboten, neue Unterkünfte für die Bundeswehr zu verwalten. Der Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung den Wohnungsbau im ganzen Land beschleunigen will.

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Vonovia arbeitet bereits seit Längerem mit der Bundesregierung an Wohnprojekten zusammen. In der Vergangenheit übernahm das Unternehmen bestehende Immobilien, darunter auch solche, die von der Bundeswehr genutzt wurden. Jetzt wirbt Konzernchef Rolf Buch für eine engere Zusammenarbeit, um moderne Unterbringungsmöglichkeiten für Soldatinnen und Soldaten zu schaffen.

Die Bundeswehr plant, ihre Truppe in den kommenden Jahren auf mindestens 260.000 aktive Soldaten zu vergrößern. Attraktivere Unterkünfte könnten den Dienst in der Armee für Rekruten interessanter machen. Vonovia verfügt bereits über Erfahrung im Bau geeigneter Kasernen und bei der Überlassung von Nutzungsrechten an die Streitkräfte.

In diesem Jahr will das Unternehmen 3.000 neue Wohnungen errichten. Zudem hält es Grundstücksreserven für bis zu 70.000 weitere Wohneinheiten vor. Doch die hohen Baukosten bleiben eine Hürde: Aktuell liegen die Kosten für Neubauten bei über 5.000 Euro pro Quadratmeter – deutlich über der Schwelle von 3.500 Euro, die für bezahlbare Mieten notwendig wäre.

Mit der Initiative «Wohnungsbau-Turbo» will die Bundesregierung den stockenden Bau vorantreiben. Angesichts steigender Kosten könnten Partnerschaften mit großen Entwicklern wie Vonovia jedoch entscheidend sein, um die Nachfrage zu decken.

Das Angebot von Vonovia, militärische Unterkünfte zu verwalten, könnte die Infrastruktur der Bundeswehr entlasten. Sinken die Kosten und beschleunigt sich der Bau, könnte der Plan zudem helfen, den allgemeinen Wohnungsmangel in Deutschland zu lindern. Mit seinen Grundstücksreserven und seiner Erfahrung ist das Unternehmen gut positioniert, um eine zentrale Rolle in künftigen Bauvorhaben zu spielen.

Quelle