Willicher Eltern kämpfen gegen höhere Kita-Gebühren und Geschwisterrabatt-Streichung
Ben KönigWillicher Eltern kämpfen gegen höhere Kita-Gebühren und Geschwisterrabatt-Streichung
Eltern in Willich wehren sich gegen Pläne, die Kita-Gebühren zu erhöhen und Geschwisterrabatte abzuschaffen. Die Diskussion hat alte Frustrationen über unterbesetzte Einrichtungen und begrenzte Betreuungsmöglichkeiten wiederaufleben lassen. Eine Petition gegen die geplanten Änderungen wurde inzwischen gestartet.
Die Debatte über die Kosten für Kinderbetreuung in Willich zieht sich bereits seit Jahren hin. Familien haben immer wieder auf Personalmangel und Schließungen von Einrichtungen hingewiesen, wie etwa die des Alperhofs. Trotz anhaltender Kritik gab es bisher kaum Fortschritte bei der Lösung dieser Probleme.
Kürzlich hat der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt eine Überprüfung der Elternbeiträge angeordnet. Die Verwaltung muss bis zum 28. April Änderungen vorschlagen, da die Behörden nach Wegen suchen, den Haushaltsdruck zu verringern. Die CDU hat vorgeschlagen, neue Geschwistergebühren für Kitas, Hortbetreuung und Tagespflege einzuführen – ähnlich der bereits in Nachbarstädten wie Nettetal und Kempen geltenden 50-Prozent-Regelung.
Der Jugend- und Erziehungsbeirat (JAEB) lehnt die Gebührenerhöhungen und die Streichung der Geschwisterrabatte entschieden ab. Die SPD-Fraktion argumentiert hingegen, dass Einsparungen stattdessen durch Kürzungen bei nicht essenziellen Ausgaben erzielt werden sollten. Sie schlug vor, im Haushalt 2026 rund 115.000 Euro einzusparen, und betont, dass Eltern und Kinder nicht die finanzielle Last tragen sollten.
Nun steht die Stadt vor der Entscheidung, ob sie die Gebühren erhöhen oder nach alternativen Haushaltskürzungen suchen wird. Eltern fordern weiterhin bessere Betreuungsangebote ohne zusätzliche Kosten. Das Ergebnis der Prüfung bis zum 28. April wird die nächsten Schritte für die Familien in Willich bestimmen.






