10 April 2026, 12:07

Wohnungsnot in NRW: Tausende Studierende ohne Dach über dem Kopf vor Semesterstart

College Center-Eingangsschild an einer Wand umgeben von Grün, einem Weg, Strommasten, Bäumen, Gebäuden, einem Kran und einem bewölkten Himmel.

Wohnungsnot in NRW: Tausende Studierende ohne Dach über dem Kopf vor Semesterstart

Tausende Studierende in Nordrhein-Westfalen kämpfen um Wohnraum vor Beginn des Wintersemesters

In ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) finden tausende Studierende keine Unterkunft, bevor das Wintersemester startet. Mit Wartelisten, die sich in die Tausende erstrecken, sehen sich viele mit langen Wartezeiten oder explodierenden Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt konfrontiert.

Besonders prekär ist die Lage in Aachen und Jülich, wo rund 11.000 Studierende auf einen Platz im Wohnheim warten. In Köln, Münster und Bonn suchen noch zwischen 2.500 und 3.000 Studierende verzweifelt nach einer Bleibe. Selbst in kleineren Städten wie Siegen warten etwa 700 Studierende auf eine Unterkunft.

In Bielefeld kann sich die Wartezeit auf ein Wohnheimzimmer auf bis zu vier Semester belaufen. Die Mietpreise variieren stark: Während ein Zimmer in Bielefeld über 200 Euro kostet, liegen die Preise in Köln bei bis zu 340 Euro. Zwar sind Wohnheime deutlich günstiger als private Wohnungen, doch der Mangel an Plätzen zwingt viele in den teureren freien Markt.

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Einige Städte suchen nach kreativen Lösungen. In Bonn-Auerberg wird beispielsweise diskutiert, ein altes Parkdeck in Wohnraum für Studierende umzuwandeln. Trotz solcher Initiativen sind sich die Studierendenwerke in NRW einig: Der Wohnungsbau kommt mit der Nachfrage nicht mit.

In mehreren Hochschulstädten ist die Zahl der wohnungslosen Studierenden gestiegen. Viele müssen das Semester ohne feste Bleibe beginnen.

Die Wohnungsnot in NRW lässt tausende Studierende im Ungewissen – kurz vor Vorlesungsbeginn Mit begrenzten Wohnheimkapazitäten und steigenden Mieten auf dem freien Markt wächst der Druck auf Studierende und Kommunen gleichermaßen. Ohne einen deutlichen Ausbau des Wohnraums wird sich die Situation in absehbarer Zeit kaum entspannen.

Quelle