Bochumer Forscher revolutionieren Wasserstoffproduktion mit Kreislaufwirtschaft
Sophia FrankeBochumer Forscher revolutionieren Wasserstoffproduktion mit Kreislaufwirtschaft
Ruhr-Universität Bochum leitet neues Forschungsprojekt für nachhaltigere Wasserstoffproduktion
Die Ruhr-Universität Bochum steuert ein neues Forschungsvorhaben, das die Wasserstoffherstellung umweltfreundlicher gestalten soll. Unter dem Namen CircuPEM konzentriert sich die Initiative darauf, die Abhängigkeit von seltenen und teuren Rohstoffen in Protonenaustauschmembran-Elektrolyseuren (PEM-Elektrolyseuren) zu verringern. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird seit Januar 2026 vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Ziel von CircuPEM ist es, die Nachhaltigkeit von grünem Wasserstoff durch die Einbindung von PEM-Elektrolyseuren in eine Kreislaufwirtschaft zu verbessern. Diese Geräte sind zwar zentral für die Wasserstoffproduktion, basieren jedoch derzeit auf kritischen Rohstoffen, die kostspielig und schwer verfügbar sind. Die Forscherin Julia Marie Vehmeyer vom Heinz-Nixdorf-Institut (HNI) der Universität Paderborn weist auf die Herausforderungen hin, die sich aus dieser Abhängigkeit ergeben.
Das Projekt gliedert sich in drei Phasen: Zunächst analysiert das Team die bestehende Wertschöpfungskette. Anschließend werden neue Geschäftsmodelle entwickelt und bewertet. Abschließend erarbeiten die Wissenschaftler:innen praxisnahe Empfehlungen für die Industrie. Zu den Partnern zählen neben dem HNI das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT), die Direct Matter GmbH sowie die Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG.
CircuPEM erhält rund 2,9 Millionen Euro aus dem Innovationswettbewerb GreenEconomy.IN.NRW. Im Fokus steht die maximale Wiederverwendung kritischer Materialien, um Abfall zu reduzieren und die Produktionskosten für Wasserstofftechnologien zu senken.
Die Ergebnisse des Projekts könnten die ökologischen und wirtschaftlichen Belastungen der Wasserstoffherstellung verringern. Durch die Förderung von Materialkreisläufen könnte CircuPEM zudem Europas Unabhängigkeit von knappen Rohstoffen stärken. Die Erkenntnisse sollen die breitere Einführung von Lösungen für grünen Wasserstoff vorantreiben.






