25 April 2026, 16:06

Wie Stammzellspende heute Leben rettet – und warum mehr Vielfalt nötig ist

Ein Plakat, das eine Person auf dem Boden liegend umgeben von medizinischen Versorgungsmitteln zeigt mit der Aufschrift "Wird dein Blut bereit sein, sie zu retten?" zur Förderung von Blutspenden.

Wie Stammzellspende heute Leben rettet – und warum mehr Vielfalt nötig ist

Stammzellspende hat sich in den letzten 30 Jahren dramatisch gewandelt. Was einst ein kaum beachtetes medizinisches Thema war, profitiert heute von vereinfachten Anmeldeverfahren und einem wachsenden öffentlichen Bewusstsein. Eine Schlüsselfigur dieser Entwicklung ist Vanessa Nisanat Knauer, die ihr Studium mit engagierter Aufklärungsarbeit in diesem Bereich verbindet.

Vor drei Jahrzehnten war die Stammzellspende selten ein Thema in den Schlagzeilen. Heute sind über 12 Millionen Menschen bei der DKMS als potenzielle Spender registriert. Der Prozess ist deutlich einfacher geworden: Die Anmeldung erfolgt online, und Testsets werden bequem nach Hause geliefert.

Vanessa Nisanat Knauer, Studentin der Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln, setzt sich seit Jahren für die Sache ein. Drei Jahre lang arbeitete sie im Fundraising bei Ärzte ohne Grenzen, bevor sie zur DKMS wechselte. Seit vier Jahren unterstützt sie dort das Team für Unternehmenskommunikation.

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Auch Fortschritte in der Medizin haben eine wichtige Rolle gespielt. Mittlerweile erfolgen rund 90 Prozent der Spenden über die Entnahme von peripheren Blutstammzellen – ein einfaches und gut erprobtes Verfahren. Gleichzeitig betonen Expert:innen zunehmend die Bedeutung genetischer Vielfalt in den Spenderregistern, ein Thema, das nach wie vor zu wenig diskutiert wird.

Knauer sieht in der steigenden Zahl junger Menschen, die sich als Spender registrieren, ein hoffnungsvolles Zeichen. Ihr Engagement deutet auf eine sicherere Zukunft für Patient:innen hin, die auf lebensrettende Behandlungen angewiesen sind.

Das vereinfachte Anmeldeverfahren und die größere öffentliche Teilhabe haben die Stammzellspende grundlegend verändert. Mit mehr Spender:innen und verbesserten medizinischen Methoden wachsen die Chancen, für Patient:innen passende Matchings zu finden. Knauers Arbeit steht exemplarisch für einen breiten Wandel hin zu mehr Beteiligung und Bewusstsein in diesem Bereich.

Quelle