Metallindustrie in NRW kämpft um Überleben: Tausende Jobs in Gefahr

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Gedrückte Stimmung in der Metall- und Elektronikindustrie - Metallindustrie in NRW kämpft um Überleben: Tausende Jobs in Gefahr

Die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen steht vor schweren Herausforderungen. Arndt Kirchhoff, Präsident des regionalen Arbeitgeberverbands Verband Metall NRW, warnt vor einer "tiefen Wettbewerbsfähigkeitskrise und gravierenden strukturellen Schwächen" der arbeitsagentur. Die Arbeitsplatzverluste nehmen dramatisch zu: Seit Mitte 2024 streichen Unternehmen monatlich rund 2.100 Stellen.

Die jüngsten Zahlen zeichnen ein düsteres Bild der Branche. Fast 30 Prozent der befragten Betriebe haben in den vergangenen sechs Monaten bereits Personal abgebaut. So plant das Unternehmen Witte mit Standorten in Velbert und Wülfrath massive Entlassungen, während Voith 2.500 Arbeitsplätze streichen will. Auch die Produktion ist stark eingebrochen und liegt mittlerweile 23 Prozent unter dem Niveau von 2018.

Die Stimmung unter den Unternehmensführern bleibt gedrückt. Nur 14 Prozent der Firmen bewerten ihre aktuelle Lage als gut, und lediglich 10 Prozent rechnen in den nächsten sechs Monaten mit einer Besserung. Kurzarbeit bleibt weit verbreitet: 28 Prozent der Betriebe greifen weiterhin auf dieses Instrument zurück, um die Kosten zu stemmen. Kirchhoff fordert dringend Reformen, darunter Maßnahmen zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit und zur Stärkung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit. Viele Branchenvertreter werfen der Politik vor, das Ausmaß der Krise nicht zu erkennen. Da 25 Prozent der Unternehmen für 2026 weitere Stellenstreichungen planen und nur 15 Prozent einstellen wollen, deutet nichts auf eine Entspannung hin.

Die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen schrumpft weiter – jeden Monat gehen Tausende Arbeitsplätze verloren. Die Betriebe bereiten sich auf weitere Kürzungen vor, während die Nachfrage schwächelt und strukturelle Probleme bestehen bleiben. Ohne grundlegende politische Weichenstellungen dürfte der Rückgang bei Beschäftigung und Produktion anhalten.

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