Reul kritisiert Fußballvereine: Zu lasch gegen Stadionrowdys und Ultra-Fans
Ben KönigReul kritisiert Fußballvereine: Zu lasch gegen Stadionrowdys und Ultra-Fans
Innenminister Herbert Reul aus Nordrhein-Westfalen hat Fußballvereine öffentlich für ihren Umgang mit Stadionrowdys kritisiert. Er betont, dass Kosten keine Rolle bei Sicherheitsentscheidungen spielen dürften, da dies eine staatliche Aufgabe sei.
Reul geht davon aus, dass Stadien bereits stark überwacht werden. Allerdings moniert er, dass Täter nur selten schnell identifiziert und zur Verantwortung gezogen würden. Seiner Meinung nach zögerten Vereine oft, Konsequenzen zu ziehen, aus Angst vor Reaktionen der eigenen Ultra-Fans.
Der Minister lehnt zudem die Idee ab, dass Fußballclubs die Polizeipräsenzen bei Spielen privat finanzieren sollten. Stattdessen schlägt er ein neues Gesetz vor, das Vereine für übermäßige Verzögerungen bei der Ahndung von Stadionvergehen bestraft. Reuls Äußerungen unterstreichen die Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit der aktuellen Maßnahmen. Sein Gesetzesvorhaben zielt darauf ab, schnellere und konsequentere Schritte gegen Straftäter zu gewährleisten – ohne die finanzielle Last auf die Vereine abzuwälzen.






