SkF erhält 10.000 Euro von Kritz-Stiftung – doch die Finanznot bleibt
Sophia FrankeSkF erhält 10.000 Euro von Kritz-Stiftung – doch die Finanznot bleibt
Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) hat eine Spende in Höhe von 10.000 Euro von der Kritz-Stiftung erhalten. Die Mittel sollen die Arbeit der Organisation im Bereich der rechtlichen Betreuungen unterstützen, die derzeit rund 200 Menschen umfassen. Die Übergabe der Spende erfolgte im Rahmen einer Feier in der katholischen Pfarrgemeinde St. Josef und Martin.
Die Kritz-Stiftung, die von Maria Kritz ins Leben gerufen wurde, fördert den SkF bereits seit über drei Jahrzehnten mit regelmäßigen finanziellen Zuwendungen. Die jüngste Spende wurde in Anwesenheit von Christian Benzrath, dem Ersten stellvertretenden Bürgermeister des örtlichen Rates, überreicht. Er würdigte den SkF und die Kirche für ihr kontinuierliches Engagement zugunsten schutzbedürftiger Menschen in der Betreuung.
Der SkF bietet Betreuten weit mehr als nur administrative Unterstützung. Mitarbeiter begleiten die Menschen zu Arztterminen und stehen ihnen bei Bedarf auch emotional zur Seite. Doch die Organisation steht unter zunehmendem finanziellen Druck: Die Pauschalvergütungen für Betreuungen sind seit 2019 eingefroren, während Personalkosten und Sachausgaben weiter steigen.
In der Folge muss jedes Teammitglied mehr Fälle bearbeiten, was weniger Zeit für die individuelle Betreuung lässt. Zwar ist für 2026 eine Reform des Pauschalsystems geplant, doch mit einer spürbaren finanziellen Entlastung ist nicht zu rechnen. Die steigenden Ausgaben werden voraussichtlich mögliche Vorteile der Änderungen zunichtemachen.
Der SkF betont, dass rechtliche Betreuung über reine Verwaltungsaufgaben hinausgehen sollte. Stattdessen müsse sie sich an den spezifischen Bedürfnissen jedes Einzelnen orientieren. Die 10.000-Euro-Spende wird dem SkF helfen, seine Unterstützungsangebote vorerst aufrechtzuerhalten. Ohne zusätzliche Mittel wird es für die Organisation jedoch schwierig, die wachsende Nachfrage zu bewältigen. Die für 2026 geplante Reform könnte die finanziellen Belastungen kaum lindern – die langfristigen Herausforderungen bleiben damit ungelöst.






