Vom Gefängnis zum Kulturort: Mainzer Haftanstalt wird zum modernen Verwaltungszentrum

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Ein Hotel mit einer Glastür in der Mitte, mit einem Tisch darin.

Vom Gefängnis zum Kulturort: Mainzer Haftanstalt wird zum modernen Verwaltungszentrum

Das Mainzer Gefängnis – vom berüchtigten Untersuchungshaftzentrum zum modernen Verwaltungs- und Kulturstandort

Das Mainzer Gefängnis, einst ein gefürchtetes Untersuchungshaftzentrum in der Altstadt der Stadt, schloss 2002 endgültig seine Tore. Die für ihre harten Bedingungen bekannte Anlage beherbergte bis zu 300 Häftlinge, bevor diese in eine neu gebaute Justizvollzugsanstalt verlegt wurden. Jahre später ist das Gelände zu einem modernen Verwaltungsstandort und Kulturort umgestaltet worden.

Jahrzehntelang stand das Mainzer Gefängnis am Isenburg-Karree als düsteres Symbol der Gefangenschaft. Die Insassen litten in engen, schmutzigen Zellen von nur acht Quadratmetern, in denen sie fast 23 Stunden am Tag isoliert verbrachten. Zu den prominenten Häftlingen zählten der "Wormser Hammer-Mörder" sowie ein ehemaliger Terrorist der Rote Armee Fraktion (RAF), der auf seinen Prozess wartete.

Nach der Schließung im Dezember 2002 wurden die Gefangenen in die neu errichtete Justizvollzugsanstalt Rohrbach bei Wöllstein verlegt. Das leerstehende Gebäude durchlief anschließend eine umfassende Sanierung unter der Leitung des Investors und Unternehmers Harald Merker. 2009 eröffnete es als Verwaltungszentrum neu – heute sind hier der Präsident des Landtages Rheinland-Pfalz, die Verwaltung des Landtages sowie weitere Einrichtungen wie das Rheinland-Pfälzische Landesmusikarchiv und das Institut für Geschichtliche Landeskunde ansässig.

Die historischen Sandsteinfassaden blieben erhalten, und eine originale Gefängniszelle dient als Mahnmal an die Vergangenheit. Währenddessen stand ein weiteres nahegelegenes Gebäude, das ehemalige Central Hotel Eden am Bahnhofplatz, über ein Jahrzehnt leer, bevor es neu genutzt wurde. 2017 eröffnete dort das AC by Marriott Hotel sowie das Restaurant Adam und Eden.

Die Umwandlung des Mainzer Gefängnisses und des Central Hotel Eden spiegelt den Wandel der Stadt vom Verfall zur Erneuerung wider. Aus dem einstigen Haftort ist heute ein Regierungs- und Kulturzentrum geworden, während Hotel und Restaurant dem Bahnhofplatz neues Leben einhauchen. Beide Standorte, einst Symbole des Niedergangs, sind heute feste Bestandteile des modernen Mainz.

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