Bergisch Gladbach kämpft mit 600 Unterschriften gegen die AfD

Nina Bauer
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Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast im Hintergrund, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.Nina Bauer

Bergisch Gladbach kämpft mit 600 Unterschriften gegen die AfD

Lokale Kampagne für AfD-Verbot in Bergisch Gladbach sammelt fast 600 Unterschriften

Eine lokale Initiative, die ein Verbot der rechtsextremen Alternative für Deutschland (AfD) fordert, hat in Bergisch Gladbach in den vergangenen zwei Wochen knapp 600 Unterschriften gesammelt. Die Aktion ist Teil einer größeren regionalen Bewegung und ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, jeden Samstag zwischen 10 und 13 Uhr an einem Infostand in der Fußgängerzone ihre Unterstützung zu zeigen. Die Organisatoren berichten von einer starken Resonanz – allein am ersten Tag wurden über 330 Unterschriften gesammelt.

Federführend bei der Unterschriftenaktion ist das Bündnis Bergisch Gladbach für Demokratie und Vielfalt, dessen Vorsitzender Roland Vossebrecker die Notwendigkeit eines sichtbaren Widerstands gegen die AfD betont. Er argumentiert, dass das öffentliche Bekenntnis zu Demokratie und Vielfalt klar bleiben müsse. Auch die örtliche Gruppe Omas gegen Rechts unterstützt die Kampagne und verleiht ihr zusätzlichen Schwung.

Die Aktion in Bergisch Gladbach ist Teil der landesweiten NRW-Kampagne "Menschenwürde verteidigen. AfD – Verbot jetzt", die bis Juni 100.000 Unterschriften sammeln will. Rund 90 zivilgesellschaftliche Gruppen im gesamten Bundesland sind beteiligt. Ähnliche Initiativen entstehen derzeit auch in Bayern, wo die Erlanger Grünen in Gesprächen mit Kampagnenvertretern stehen. Bundesweit wächst der Widerstand gegen rechtsextreme Veranstaltungen – etwa nach den Protesten in Städten wie Potsdam.

Unterdessen plant die AfD selbst für den 20. Februar in Overath eine Veranstaltung unter dem Titel "Populistischer Aschermittwoch". Als Reaktion darauf hat der Aktionskreis für Demokratie und gegen Rechtsextremismus Rhein-Berg für denselben Tag um 17 Uhr eine Gegenkundgebung organisiert. Die Kreistagsfraktion der Linken ruft die Bevölkerung zur Teilnahme auf und betont, die Region stehe für Offenheit, Menschenrechte und Vielfalt.

Wer sich näher informieren möchte, findet aktuelle Updates auf der Kampagnen-Website http://www.gl-devi.de, in den sozialen Medien (@gl.de.vi) sowie auf den Plattformen https://nrw-appell-afd-verbot.de und https://weact.campact.de/p/nrwappell.

Die Unterschriftenaktion wird bis Juni jeden Samstag in der Bergisch Gladbacher Fußgängerzone fortgesetzt. Mit wachsender Unterstützung lokaler Gruppen und einer geplanten Gegenveranstaltung zur AfD-Aktion hoffen die Organisatoren, den Druck aufrechtzuerhalten. Die gesammelten Unterschriften fließen in die landesweite NRW-Initiative ein, die bereits jetzt auf eine starke frühe Beteiligung verweisen kann.

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