Dortmunder Zoll jagt Schwarzarbeit: 22 Millionen Euro Schaden und harte Strafen in 2025
Dortmunder Zoll jagt Schwarzarbeit: 22 Millionen Euro Schaden und harte Strafen in 2025
Die Sonderermittlungsgruppe Schwarzarbeit des Dortmunder Zolls hat ihren Bericht für 2025 veröffentlicht – mit beeindruckenden Ergebnissen im Kampf gegen illegale Beschäftigung. Die Einheit, die fünf Landkreise und acht Städte in 68 Kommunen abdeckt, führte im vergangenen Jahr tausende Kontrollen durch. Dabei deckte sie nicht nur weitverbreitete Schwarzarbeit auf, sondern setzte auch Millionen an Bußgeldern durch.
Die Task Force ist an vier Standorten aktiv: Dortmund, Gelsenkirchen, Hagen und Siegen. 2025 führte sie 1.026 Betriebsprüfungen und 13.330 Beschäftigtenkontrollen durch, mit Schwerpunkt auf Branchen mit hohem Risiko wie Baugewerbe, Gastronomie und Speditionslogistik.
Die Ermittlungen brachten einen finanziellen Schaden von fast 22 Millionen Euro durch nicht gemeldete Arbeit ans Licht. Als Konsequenz verhängten die Behörden 1,2 Millionen Euro an Bußgeldern und Strafzahlungen. Zudem leiteten sie 4.289 Strafverfahren und 1.652 Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.
Zu den markanten Einsätzen zählte eine Razzia in einem Teehaus in Marl im Januar 2026, bei der eine 39-jährige Georgierin wegen illegalen Aufenthalts und Schwarzarbeit festgenommen wurde. Dem Arbeitgeber droht nun eine Anklage wegen Beihilfe zum illegalen Aufenthalt – ein Vergehen, das mit bis zu zehn Jahren Haft oder einer Geldstrafe von bis zu 500.000 Euro geahndet werden kann. Bereits im September 2025 gab es zwei Festnahmen in einem Dortmunder Massagesalon wegen ähnlicher Verstöße. Ein weiterer Großeinsatz im Februar 2026 zielte auf Menschenhandel im Zusammenhang mit illegaler Beschäftigung in der Region ab.
Für Medienanfragen steht die Pressesprecherin des Dortmunder Zolls, Andrea Münch, unter +49 231 9571-1030 oder [email protected] zur Verfügung. Die vollständigen Statistiken sind auf der Website des deutschen Zolls abrufbar.
Die Maßnahmen der Task Force im Jahr 2025 unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, Schwarzarbeit in Nordrhein-Westfalen zu bekämpfen. Mit über 3,8 Millionen Einwohnern in ihrem Zuständigkeitsbereich setzen die Behörden weiterhin auf gezielte Kontrollen in besonders anfälligen Branchen. Die Fälle zeigen zudem die rechtlichen Konsequenzen für Arbeitgeber und Beschäftigte, die in illegale Beschäftigungsverhältnisse verwickelt sind.
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